«Es wäre schön, wenn nicht nur eingebürgerte Ausländerinnen und Ausländer, sondern vermehrt auch Schweizerinnen und Schweizer, die seit 25 Jahren oder länger in unserer Stadt leben, Teil der Bürgergemeinde würden», erklärt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger. Weitere Beweggründe für diese Aktion seien, dass man vermehrt Schweizer, die langjährig in der Stadt leben, in die Bürgergemeinde einbinden will, auch in der Hoffnung, dass das Interesse an den Behörden und Ämtern steigt, so Wyniger weiter.

Passend zu der Solothurner Zahl 11 kann man sich noch bis am 15. August für 111 Franken pro Person anstatt den bisherigen 750 Franken als Bürger der Stadt Solothurn eintragen lassen. Voraussetzungen sind, dass man Schweizer oder Schweizerin ist, und seit mindestens 25 Jahren ununterbrochen in der Stadt gelebt hat. Ein detailliertes Schreiben zu dem Ablauf und den erforderlichen Unterlagen findet sich übrigens auf der Internetseite der Bürgergemeinde Stadt Solothurn.

Im Werbeschreiben weist die Bürgergemeinde auf die Vorteile einer Einbürgerung hin: Neubürgerinnen und Neubürger erhalten unter anderem das Recht, an Bürgerversammlungen, Abstimmungen und Wahlen sowie an den gut besuchten Bürgertagen teilzunehmen. Ebenfalls können Solothurner Bürger die kostenlose, vierteljährlich erscheinende Informationsbroschüre «Solothurner Bürger» abonnieren.

Bisher 61 Gesuche abgeholt

Die Nachfrage sei gross und die Reaktionen der Bürger zu der Aktion rundum positiv. «61 Gesuche wurden schon abgeholt und bereits vier davon eingereicht», sagt Anita Hohl, Bürgerschreiberin der Stadt Solothurn auf Anfrage. «Die Gesuche müssen abgeholt werden, weil es uns wichtig ist, dass wir die interessierten auch persönlich kennen lernen dürfen», so Hohl weiter.

Interessierte können sich noch bis am 15. August bei der Bürgergemeinde melden und «es wäre natürlich schön, wenn wir danach mindestens 111 Eingebürgerte mehr hätten», hofft Sergio Wyniger.