Solothurn

Fünf Aussteller sind seit der ersten HESO dabei

2017 wird 40 Jahre Herbstmesse Solothurn gefeiert. Dabei gibt es fünf Stände, die seit der ersten HESO im Jahr 1978 dabei sind.

1978 hielt ein Trüpplein von 60 Stadtsolothurner Gewerbebetrieben die erste Herbstmesse Solothurn ab. Das ist nicht einmal ein Viertel der heutigen Aussteller – doch tatsächlich sind noch fünf dabei, die jede HESO in den letzten 40 Jahren besucht haben. Allen voran natürlich die Metzger und Bäcker, dann aber auch die AEK und schliesslich die zwei ersten Weinhandlungen, Hugi in Selzach – damals noch mit einem Stadtladen – sowie die Vinothek von Rolf Affolter. Er ist der echte «letzte Mohikaner», der persönlich noch immer hinter seinem HESO-Stand präsent gewesen war. «Am Anfang wurde bei uns auch gewirtet, gabs doch nur ein kleines Beizli vorne im Turnhallen-Gang. Wir schenkten sogar Bier aus.» Als fast jeder Aussteller ebenfalls ausschenkte, stellte Affolter um: «Seit 1986 gabs nur noch Degustationen bei uns.» Und immer mehr Weinhändler. «Heute sind es gegen 15. Das ist einfach zu viel», findet Affolter.

Einer davon ist Heinz Hugi, dessen Vater Karl allerdings schon zu den «Gründervätern» der HESO gehörte. «Damals ging ich gerade in die Stifti», erinnert sich Sohn Heinz, der die HESO-Tradition fortführt und schon zwei Töchter als potenzielle Nachfolgerinnen sieht. Seit 2002 hat Hugi Weine einen grossen Eckstand, und seither «mache mer chly Umsatz.» Die Konkurrenz-Situation sieht Heinz Hugi nicht so dramatisch: «Hauptsache, die Händler stammen aus der Region und bringen so ihre Leute an die HESO.» Und macht ein Kompliment ans HESO-OK, das alle Jubilare mit einem Diplom ausgezeichnet hat: «Es sorgt für ein gutes Umfeld. Und ich hoffe, das bleibt so.»

Berliner vom Kronenstutz

Noch gut erinnert sich Bäcker Heinz Hofer an die Anfänge: «Damals wurden die Berliner noch beim Böni Sepp am Kronenstutz gefertigt. Ich trug dann jeweils so 20 Stück hinauf an die HESO, wo sie verkauft wurden.» Die erste Herbstmesse habe mit einem Defizit von 600 Franken geschlossen, worauf der Berufsverband auf Distanz gegangen sei. «Wir mussten dann Jahre lang alles zurücklegen, bis wir die die heutige Infrastruktur beisammen hatten, so Hofer.

Bei den Metzgern ging es laut Ruedi Wälchli ähnlich prosaisch zu und her. Zusammen mit damals noch sieben, acht Stadtmetzgern kochte Ruedi Wälchli senior damals Wädli «noch direkt vorne am Stand im Schnellkochtopf. Das ginge heute nicht mehr», meint dessen Sohn. Auch Hamburger habe man als Erste überhaupt verkauft, «und viel Salami für die Grossmetzgerei Gehrig, die am Stand beteiligt war.» Wälchli hat die sechzig schon hinter sich und die einst stolzen Stadtmetzger sind auf Verstärkung vom Land angewiesen – die Familien Guex aus Grenchen und Scholl in Selzach greifen ihm unter die Arme. «Ich mache so lange ich kann», verweist Wälchli auf Meistermetzger wie Werner Schori, die noch bis gegen die Achtzig im HESO-Sauerkrautdampf gestanden haben.

«Als Energieversorger, der mit fast allen Leuten der Region in Kontakt kommt, war für uns die HESO von Anfang an wichtig», meint AEK-Direktor Walter Wirth für den Fünften im Bunde der HESO-Gründer – wenn man sehe, was alles in der Branche passiert sei und noch passiere, sei die Kundeninformation vor Ort wichtiger denn je.

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