Solothurner Wetter
Frühlingsgefühle waren eher rar

Der März 2016 enttäuschte als erster Frühlingsmonat alle Wärmehungrigen. Ausserdem blieb er im Kanton Solothurn zu trocken.

Wolfgang Wagmann
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Auch wenn schon Hafebar-Wetter herrscht, bis Mitte April muss man sich wohl auch aus meteorologischen Gründen noch gedulden.

Auch wenn schon Hafebar-Wetter herrscht, bis Mitte April muss man sich wohl auch aus meteorologischen Gründen noch gedulden.

Wolfgang Wagmann

Nach dem viel zu warmen Winter im Märzen ein Frühlings-Aufgalopp mit viel Sonne und Wärme? Diese Spekulation ging ziemlich in die Hose. Zwar wurde es nicht mehr krachender Winter mit Eis und Schnee, aber eher winterlich blieb der Wettercharakter mit tagelanger Bise noire, einem Gemisch aus Hochnebel und steifem Ostwind.

So blieb der März mit einem Monatsmittel von 5,8 Grad zwar nicht unter dem langjährigen Durchschnitt, aber eben kaum ein Grad «wärmer» als der Februar. Auch lag bis zum Frühlingsanfang am 20. März oberhalb von 800 Metern auf der ersten Jurakette eine permanente, geschlossene Schneedecke.

Es war dann kaum Regen, der dieser zusetzte. Denn Niederschlag blieb ausgesprochene Mangelware: In Solothurn fielen den ganzen Monat über nur 42 Liter Regen pro Quadratmeter, im Wallierhof Riedholz 59 Liter – was rund der Hälfte des langjährigen Mittels entspricht.

Durchzogene Ostern

Fast der gesamte Niederschlag kam in der ersten Märzenwoche zusammen – zuerst als Regen, und dann am 3. und 5. mehrheitlich als Schnee oder Schneeregen. Zwar wurde es nochmals auch in der Stadt weiss und Flockenwirbel gabs erneut am 7. März, doch dann hatte sich Frau Holle zumindest im Flachland ausgeschüttelt.

Zwar erreichte das Thermometer bei recht sonnigem Wetter nach elf Tagen erstmals wieder die 10-Grad-Marke, doch dann machte eine kalte Bise mit Hochnebel den aufkeimenden Frühlingsgefühlen rasch wieder ein Ende.

Ab dem 17. März zeigte sich vermehrt die Sonne, die Bise blieb allerdings ein Thema. Die Ostertage verliefen dann eher wechselhaft bei gedämpften Temperaturen, und die Eiersuche am Sonntag wurde gelegentlich von oben etwas angefeuchtet. Erst die letzten Märzentage brachten eine deutliche Erwärmung bis gegen die 20 Grad.

Ein Vorfrühlingsgefühl, das uns bis zur Wochenmitte begleiten dürfte. Längstens ab dem nächsten Freitag könnte sich jedoch ein Tief über der Schweiz einnisten, das nicht nur seit langem wieder nennenswerte Niederschläge bringt, sondern auch den inzwischen ausgeaperten Göiferlätsch nochmals weiss einfärben dürfte. Damit ist bis gegen die Monatsmitte wohl eher kühles und wechselhaftes Aprilwetter programmiert.