Solothurner Wetter

Freut Euch des Sommers, solange es ihn noch gibt!

Im Juli gab es einige sehr schöne Bade-Tage.

Im Juli gab es einige sehr schöne Bade-Tage.

Der Juli 2016 geht als durchschnittlicher Sommermonat in die Geschichte ein. Er konnte diesen Sommer allerdings nie ganz gross werden lassen – etwas, was der August auch nicht mehr schaffen wird.

Doch immer schön der Reihe nach: Mit 21,2 Grad im Monatsmittel gehörte dieser Juli zu der wärmeren Sorte, übertraf er doch die langjährigen Durchschnittswerte im Mittelland um gut 3 Grad.

Auch war er relativ trocken mit einer Regen-Monatsmenge von 88 Litern oder Millimetern pro Quadratmeter in Solothurn und 115,5 im Wallierhof Riedholz. Immerhin gabs in der Region 15 Sommer- und dazu zwei, drei Hitzetage mit Tagesmaxima über 30 Grad. Regen fiel dagegen an zehn Tagen.

Die armen Pfadis

Ganz manierlich liess sich der Juli mit schönem und vorerst gar nicht so heissen Sommerwetter an. Erst aufs zweite Juli-Wochenende hin sorgte eine erste Hitzewelle für platschvolle Badis und reges Treiben auf der Aare. Doch wie fast immer, wenn die Schulkinder ihre Ferien starten und die Pfadi-Abteilungen in die meist höher gelegenen Sommerlager verreisen, spielt Petrus nicht mit.

So auch diesmal: Am Montag, 11. Juli, kündeten Gewitter den Wetterumschwung an, der am darauffolgenden Tag Solothurn allein 35 Liter Regen brachte. Die Temperaturen rauschten ebenfalls in den Keller, von 20 Grad blieb man vorübergehend klar entfernt. Erst auf die Monatsmitte fing sich das Wetter wieder und es baute sich bis am 20. Juli ein Hoch mit viel Hitzepotenzial auf.

So gabs an diesem Tag sagenhafte 37 Grad und natürlich eine Tropennacht inklusive. Diesmal fiel der Wetterwechsel aber weniger akzentuiert aus, und so präsentierte sich die letzte Woche des Monats durchaus passabel – zwar nicht gerade heiss, aber angenehm warm, überwiegend sonnig und bis auf den 27. Juli auch trocken.

Nicht gerade einen Schlusspunkt nach Wunsch setzte aber der letzte (Sonn)tag dieses Julis: Gewittrig und nass vergällte er den Badis die sonst ausgezeichnete Wochenendbilanz des Monats.

Erst Sommer – dann Winter

Der August dürfte vorerst dieses Wochenende nochmals mit Sommer-Feeling pur brillieren. Doch die scheinbar so mächtige Hochdruckbrücke, die sich nun über Mitteleuropa bildet, beginnt gegen die nächste Wochenmitte immer rascher zu zerbröseln. Und was dann kommt, ist ganz dicke Post: Nach dem jetzigen Trend scheint sich eine veritable Skandinavien-Tiefdruckrinne mit Polarluft im Gepäck bis zu den Alpen auszudehnen.

Eine Wetterlage, wie sie sonst im November beim ersten Wintereinbruch üblich ist! Ob sich der Sommer davon in der zweiten Monatshälfte nochmals erholt, ist derzeit äusserst fraglich. Aber wir haben seit dem Juni schon so viele abrupte Wetterwechsel erlebt, dass auch ein solches Comeback nicht auszuschliessen ist.

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Autor

wolfgangwagmann

wolfgangwagmann

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