Tödliche Schiesserei
Freunde des Toten: 29-jähriger Tamile ist Zufallsopfer

Am Dienstagabend ereignete sich in der Bahnhofspassage in Solothurn eine tödliche Schiesserei. Freunde des Toten erklären nun die Hintergründe dieser tragischen Tat.

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Die Schiesserei endete tödlich: Ein 29-jähriger Mann, der am Dienstag in der Fussgängerunterführung beim Bahnhof Solothurn angeschossen worden war, erlag am nächsten Tag im Spital seinen schweren Verletzungen.

Der mutmassliche Täter hatte sich am gleichen Tag bei der Kantonspolizei gemeldet, er wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Im Vorfeld der Schussabgabe kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Tamilen. Nun wurden weitere Hintergründe zu der Tat bekannt: «Tele M1» sprach mit drei Freunden des Toten.

Nach deren Aussagen wurde dieser gewissermassen zum Zufallsopfer. Dies deshalb, weil sein WG-Mitbewohner – ein Fotograf – in der Unterführung offenbar einen Fotoauftrag hatte. Dort traf er auf den späteren Täter, einen 46-Jährigen. Dieser arbeitet selbst als Fotograf und Videoproduzent. Er sei «sofort ausgerastet», als er seinen Konkurrenten gesehen habe.

Bei diesem indischen Lebensmittelmarkt in der Bahnhofspassage neben dem RBS-Bahnhof geschah die Tat.
11 Bilder
Das Glas der Eingangstüre ist zersplittert.
Die Bahnhofspassage nach Osten war die zweite Fluchtmöglichkeit für den Täter.
Die Bahnhofspassage in Richtung Westen vom Tatort ausgesehen.
Schiesserei am Hauptbahnhof Solothurn
Mit Grossaufgebot kam die Polizei zum Tatort
Alles wurde abgesperrt.
Die Polizei suchte die Tatwaffe im Gebüsch.
Die Polizei suchte die Tatwaffe im Gebüsch.

Bei diesem indischen Lebensmittelmarkt in der Bahnhofspassage neben dem RBS-Bahnhof geschah die Tat.

Wolfgang Wagmann

Es kam zum Streit. Das Opfer habe nur schlichten wollen. Darauf seien Schüsse gefallen; der 29-jährige Mann wurde in Kopf und Hals getroffen, wie Informationen von «Tele M1» weiter zeigen.
Laut den Freunden des Opfers ist der Täter mit seiner Firma bei Tamilen in der ganzen Schweiz bekannt. Er habe zuvor als angesehener Mann gegolten.

Gegenüber dem Fernsehsender berichtete zuvor bereits ein weiterer Mann, der in der Bahnhofsunterführung einen Laden betreibt. Der Täter sei plötzlich in seinen Laden gekommen: «Er brach die Glastüre auf und kam mit der Waffe auf mich zu. Er probierte auf mich zu schiessen. Ich konnte ihn überwältigen und warf die Waffe fort, daraufhin ging er weg.» (szr)