Solothurn
Freud und Leid bei den Papageien - Voliere blickt auf das vergangene Jahr zurück

Nachwuchs, Verlust und Futterdiebstahl: Das Betreuerpaar Walter und Caterina Ferndriger berichten in einem Jahresrückblick über die wichtigsten Ereignissen in der Voliere Solothurn.

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Im letzten Jahr gab es in der Voliere Solothurn dreimal Nachwuchs

Im letzten Jahr gab es in der Voliere Solothurn dreimal Nachwuchs

Wolfgang Wagmann

«Für die Voliere Solothurn geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Die frisch aufgeräumte Anlage erfreute in der warmen Jahreszeit ein immer zahlreicheres Publikum. Viele kleine Zeichen der Wertschätzung und ein erfreulicher Spendeneingang haben uns darin bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», dankt das Betreuerpaar Walter und Caterina Ferndriger seinen «Fans».

Pauli hat sich bestens eingelebt

Höhepunkt des letzten Jahres war sicher der Einzug des neuen Graupapageis Pauli. Bis im September lebte in der Voliere der Graupapagei Chica, der, obwohl mit vielen anderen Sittichen in derselben Koje, zunehmende Anzeichen von Vereinsamung zeigte. Im September traf endlich sein neuer Gefährte Pauli ein, den die Voliere vom Roggwiler Züchter Paul Mosimann kaufen konnte. Die ersten Tage verbrachte Pauli zwar bereits in der Koje bei Chica, war aber zur Angewöhnung noch in einem kleinen Käfig untergebracht. Das Kennenlernen verlief so problemlos, dass Pauli und Chica bereits nach kurzer Zeit zusammengeführt werden konnten. Inzwischen macht der gelehrige Pauli der alteingesessenen Chica bereits Konkurrenz als Publikumsliebling. Er ist ausgesprochen zutraulich zu seinen Betreuern, auf deren Schultern er regelmässig in der Futterküche die Zubereitung mitverfolgt, und hat bereits gelernt, Melodien nachzupfeifen.

Kurz: Pauli hat sich in der Voliere Solothurn bestens eingelebt.

Dreimal gab es im vergangenen Jahr Nachwuchs bei den «Lovebirds», den Agaporniden im Westflügel der Voliere. Die Bruterfolge können als Zeichen dafür gedeutet werden, dass sich die Tiere in ihrer Gruppe ausgesprochen wohl fühlen. Die dritte Brut ist in diesen Tagen geschlüpft. Die derzeit noch nackten Jungvögel dürften das Nest in ungefähr drei Wochen verlassen.

Maximilianpapagei gestorben

Im Spätherbst gab es einen Todesfall zu beklagen. Der eigenwillige Maximilian-Papagei, der mit seinem grauen Schopf schon etwas greisenhaft aussah, wirkte angeschlagen und wurde separiert. Am anderen Morgen lag er tot am Boden. Höchstwahrscheinlich starb er an Altersschwäche. Das Tier lebte schon so lange in der Voliere, dass niemand sagen kann, wie alt es war.

Papageidusche und Futterklau

Nach langer Trockenheit gab es im Herbst plötzlich ergiebige Regenfälle. Auch die Papageien schienen darauf gewartet zu haben. Zumindest die Blaustirn-Amazone Coco, die es regelrecht genoss, eine ausgiebige Dusche zu nehmen und sich von allen Seiten bewässern zu lassen. Lora hingegen sorgte mit ihrer Geschicklichkeit beim Futterklauen für Furore. Allerdings machte sie sich über das Futter ihrer Kojennachbarn her, weshalb der neue Körnerkasten nun gegen die intelligente Papageiendame gesichert werden muss. (wvs)

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