Sie passt in die Ambassadorenstadt – ist sie doch in gewisser Weise selbst eine Botschafterin – und ihr Werkstoff ist Musik: Flötistin und Saxofonistin Francesca Meyer stand bereits auf Konzertbühnen, an Karnevals und in Hotellobbys in Los Angeles, Sri Lanka, Ägypten, Kuba, Abu Dhabi, Salvador da Bahia, Uganda und an vielen anderen Orten – um immer wieder mit einem Instrumentenkoffer reich an Erlebnissen und Erfahrungen zurückzukehren. «Es ist ein fantastisches Erlebnis, eine grosse Menschenmenge zu begeistern und auf einem Lastwagen durch eine Karnevalsmenge zu ziehen», erinnert sie sich an ihren Auftritt in Salvador da Bahia.

Ein spiritueller Ort

Besonders denkwürdig dürfte auch ihr vergangener Trip nach Sri Lanka – einer von vielen in den vergangenen zwölf Jahren – gewesen sein. Anlässlich eines Schweizer Foodfestivals im Hotel Mount Lavinia im Südwesten der Insel trat sie vergangenen Sommer vor Feinschmeckern und Hotelgästen auf und blieb, um die Gäste in der Hotellobby auch nach beendetem Festival weiter zu unterhalten.

«Ich mag die Leute, ihre glücklichen Gesichter. Und wunderbare Dinge geschehen mit mir, jedes Mal, wenn ich hier musiziere», erklärte Francesca Meyer in einem grossen Bericht, den der «Sunday Observer», eine sri-lankische Wochenzeitung, über die Schweizer Musikerin verfasste. Es sei dies einer der mystischen, spirituellen Orte, von dem sie immer wieder angezogen werde. Musikalisch beeinflusst und inspiriert ist Meyer durch die Werke von Soullegende Quincy Jones sowie Joe Sample, «The Crusaders», Candy Dulfer, Carole King und Billie Holiday.

Sie selbst möchte bei der Hörerschaft für Wohlbefinden sorgen. «Ich stelle meine Musik – die ich als ‹Wellnessjazz› sehe – in den Dienst der allgemeinen Gesundheit», sagt Meyer. Blickt sie auf ihre Erfahrungen rund um den Globus zurück, so hat sie die Musik als universelle, menschenverbindende Sprache entdeckt. «Sie kommt überall vor.»

Francesca Meyer mit «Hey Brother»

Francesca Meyer mit «Hey Brother»

Inspiriert von Billie Holiday

Und doch ist Francesca Meyer – die sich auch den Künstlernamen Francesca M. gegeben hat – auch rege in ihrer Heimat aktiv. Zahlreiche Konzerte in der Stadt und der Region kennzeichnen ihren musikalischen Werdegang sowie ein sechsjähriges Engagement bei der Gugge Neonowumm Soledurn. Im Rahmen ihrer Studienzeit in Neuchâtel trat sie auch mit der Band «John Otis and the Box» auf. «Damals begann ich zu improvisieren, was ich seither konstant weiterentwickelt habe.»

Ihre musikalische Ausbildung genoss sie an der Kantonsschule Solothurn, weiter anlässlich eines Austauschjahrs in den USA in einer Schülerband. Nach ihrem Erstinstrument, der Flöte, entdeckte sie alsbald das Saxofon und sammelte musikalische Erfahrungen rund um den Globus. Drei Semester an der Jazzschule Bern sowie Gesangsunterricht runden ihren Palmarès ab. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie auch als Sprachlehrerin an verschiedenen Schulen tätig.

Einiges in der Pipeline

Bereits jetzt freut sich Francesca Meyer auf ihre anstehenden Projekte: Bereits 2014 hat sie mit dem kalifornischen Musiker John Capo eine CD-Produktion begonnen. «Dieses Jahr möchte ich das Werk vollenden.» Ebenso steht eine House-CD-Produktion mit einem Berner DJ an. Und auch einige Live-Auftritte sind geplant: im Irish Pub «Red John» sowie in der Pianobar.