Ferienpass
«Fotografieren ist mehr als nur Abdrücken»

Fünf Solothurner Ferienpässler üben sich in der Kunst des Fotografierens mit der Fotofachfrau Fabienne Büttler.

Anina Mathivannan
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Fabienne Büttler erklärt
15 Bilder
Eine Teilnehmerin mit ihrer eigenen Kamera
Ferienpass Solothurn: Fotografieren bei Fabienne Bütler
Die Teilnehmenden haben keine Hemmungen beim Posieren
Auch liegend lichten sich Teilnehmer gegenseitig ab
Porträts werden auch geübt
Kameraeinstellungen üben
Apropos vorsichter Umgang mit Kameras
Fabienne Büttler ahmt die Pose der Teilnehmerin nach
Elena Moor (10) aus Riedholz
zVieri
Fabienne Büttler zeigt auf ihrem Laptop die Resultate
Beim Anschauen der Fotos
Beim Anschauen der Fotos
Der Schnelldrucker wartet auf die Fotoauswahl der Teilnehmer

Fabienne Büttler erklärt

Anina Mathivannan

Die Solothurnerin Fabienne Büttler, gelernte Fotofachfrau, bietet zum ersten Mal beim Solothurner Ferienpass den Kurs «Fotografieren im Fotostudio» an. Die 26-Jährige, die auch für Zeitungen tätig ist, erzählt: «Als Kind war ich auch immer im Ferienpass», und nun sei sie nicht mehr als Teilnehmerin, aber als Kursleiterin zurück im Ferienpass.

Nicht nur abdrücken

Warum brauchts überhaupt Fotografie-Kurse, wenn doch heute praktisch alle eine hochwertige Kamera oder zumindest ein Smartphone mit sehr guten Fotooptionen besitzen? Auch die jungen Ferienpässler haben alle eine Kamera von zu Hause mitgebracht. «Ich denke, vor allem die Kinder sollten in diesem Kurs sehen und erleben, dass man mit der Kamera nicht nur abdrückt», meint Büttler.

Die Kunst der Fotografie also. Mit der beschäftigen sich die fünf Teilnehmenden, alle zwischen 10 und 13 Jahren, einen Nachmittag lang im «Fotografik 11», dem Studio der Solothurner Fotografin. Dass diese Kunst nicht nur mit dem Abdrücken zu tun hat, zeigt sich unter anderem in der spannenden Geschichte der Fotografie, mit der Büttler auch den Kurs beginnt. Alte Filme und eine «Handörgelikamera», wie es Büttler nennt, werden den Kindern präsentiert, um ihnen die Anfänge der Fotografie näherzubringen.

Durch Ausprobieren zum Ziel

Nach der kurzen Einführung geht es gleich an den Hauptteil des Kurses: Büttler erklärt den Teilnehmern, wie man die Helligkeit einstellt: Blende und Belichtungszeit heissen die ausschlaggebenden Begriffe. Ohne grosse Hilfe der Kursleiterin versuchen sich die fünf Teilnehmer anschliessend im Umgang mit diesen Werten. Was oder wo sie fotografieren, dürfen sie selbst entscheiden.

Nach gut eineinhalb Stunden in der Hitze draussen, geht es ins Studio. Da zeigt ihnen Büttler, wie man mit Licht ein Foto beeinflussen kann. Die Teilnehmer nutzen gleich das Know-How. Mittlerweile sind auch die anfänglichen Hemmungen überwunden: Auf Requisiten und extravagante Posen wird nämlich nicht mehr verzichtet. Im Gegenteil: Sei es mit Teddybär in den Armen oder liegend auf dem Teppich, die Ideen der Kinder scheinen grenzenlos zu sein.

Kunst: Werk der Geduldigen

Das fast dreistündige Arbeiten lassen die Teilnehmenden schliesslich bei einem Zvieri ausklingen. An den Salzstängeli knabbernd, schauen sie sich dann mit der Fotografin zusammen die entstandenen Bilder an. Da sind schon auch noch gewisse Fragen offen, zum Beispiel, als die zehnjährige Elena die Batterie aus ihrer Kamera nimmt und fragt, ob dies die Speicherkarte sei.

Auf dem Sofortdrucker dürfen die Teilnehmenden schliesslich ihre liebsten Fotos ausdrucken. Auch Fabienne nimmt ihre Erfahrung aus dem ersten Ferienpasskurs mit: Kinder seien zwar neugierig und vorsichtig im Umgang mit der Kamera, aber nicht so geduldig wie Erwachsene. Daher werde sie ein nächstes Mal weniger Zeit einberechnen für den Kurs.