Peter Kofmel

Festivalleiter zu Finanz-Debakel: «Es gibt einfach zu viele Opern-Events»

Peter Kofmel, Festivalleiter «Solothurn Classics»: «Ich werde mich natürlich bemühen, das restliche Geld aufzutreiben und ich bin zuversichtlich, das mir das gelingt.» (Archiv)

Peter Kofmel, Festivalleiter «Solothurn Classics»: «Ich werde mich natürlich bemühen, das restliche Geld aufzutreiben und ich bin zuversichtlich, das mir das gelingt.» (Archiv)

An der Pressekonferenz zum «Zusammengehen» der beiden Opernveranstalter Oper Schenkenberg und Solothurn Classics nahm Peter Kofmel, Präsident des Solothurn Classics, Stellung zum Finanzdebakel der diesjährigen Ausgabe.

Herr Kofmel, was sagen Sie zu den Aussagen im Artikel?

Peter Kofmel: «Es stimmt, wir haben finanzielle Probleme. Doch es sind präzise 130'000 Franken ausstehend und nicht 150'000, wie geschrieben wurde. 40'000 Franken davon, also rund ein Drittel, habe ich begleichen können, die restliche Summe, 90'000 Franken, ist noch offen.»

Was unternehmen Sie jetzt, um diesen Fehlbetrag auszugleichen?

«Ich werde mich natürlich bemühen, das restliche Geld aufzutreiben und ich bin zuversichtlich, das mir das auch gelingt. In den kommenden Tagen habe ich einige Verhandlungen, auch mit Banken, zu führen. Schliesslich habe ich schon ganz andere Defizite bereinigen müssen.»

Haben Sie Fehler gemacht?

«Ausser ‹Bregenz› haben alle Opern-Veranstalter grosse Mühe, ihre Budgets einzuhalten. Schauen Sie nur nach Avenches. Wir hatten pessimistisch mit einer Auslastung von 70 Prozent budgetiert. Doch das war zu hoch angesetzt, es kamen nur etwa 50 Prozent. Das war ein Fehler.»

Gibt es denn noch ein Opernpublikum?

«Ja, schon. Aber es gibt einfach zu viele Veranstalter. Deshalb gehen wir mit Schenkenberg zusammen. So gibt es schon einen Opern-Event weniger.»

Solothurn Classics ist ja als Verein organisiert. Wie geht es damit weiter?

«Das ist noch nicht klar: Ob und in welcher Form der Verein Solothurn Classics weiter bestehen bleibt. Wir haben ja jetzt etwas Zeit, dieses Thema im Verein zu besprechen. Möglich wäre eine Liquidation beider beteiligten Opernvereine, auch Schenkenberg, und die Gründung eines neuen Vereins. Oder eine Fusion der mit dem Verein Oper Schenkenberg. Möglich wäre auch die Integration der Solothurn Classics in den Verein Oper Schenkenberg. Ganz sicher bestehen bleibt aber der Verein ‹Freunde der Solothurn Classics›».

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