Crowdfunding-Aktion
FCS-Präsident: «Ich hatte eine Riesenfreude»

Samuel Scheidegger (29), Präsident des FC Solothurn, hat völlig ahnungslos davon erfahren, dass der Zielbetrag der Spendenaktion von 40 000 Franken schon erreicht ist. Er freut sich sehr, dass der Fussballverein den Solothurnern am Herzen liegt.

Andreas Kaufmann
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FCS-Präsident Samuel Scheidegger

FCS-Präsident Samuel Scheidegger

Andreas Kaufmann

Samuel Scheidegger, heute morgen wurde nach einer weiteren anonymen Spende von 10‘000 Franken die Schallmauer ihrer Crowdfunding-Aktion durchbrochen. Was schoss Ihnen durch den Kopf, als Sie vom erfolgreichen Schlussspurt hörten?

Ich habe am Vorabend noch eine Mailaktion an die rund 1000 FCS-Fans in unserer Datenbank gestartet. Dennoch war ich völlig nichtsahnend, als mir heute Vormittag meine Schwägerin schrieb und gratulierte. Natürlich hatte ich eine Riesenfreude und trat mit der Geschäftsleitung in Kontakt. Es ist der grösste Betrag, der über die Plattform www.ibelieveinyou.ch je gesammelt werden konnte. Für uns ist es auch ein Zeichen, dass die Menschen der Region Emotionen mit dem Verein verbinden. Auch als wir am Wochenende mit unserer Flyeraktion die Altstadt besuchten, konnten wir kleinere Beträge sammeln. Und dass sich SSC-Neapel-Spieler Gökhan Inler für unsere Aktion einsetzte, hat zusätzlich geholfen.

Das Geld soll in die Bekleidung des Nachwuchses fliessen. Gibt es noch andere Projekte, die es zu beackern gilt?

Das haben wir noch nicht festgelegt. Einsetzen werden wir es sicher gut können, aber ausschliesslich im Nachwuchs und nirgendwo anders.

Jetzt kann man noch auf einen „halben Hunderter“ hoffen. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass es soweit kommt?

Angesichts des heutigen Erfolgs kann man es nicht mehr ausschliessen. Durch unsere Flyeraktion und die gestrige Mailaktion hat es in den letzten Tagen schon noch eine Welle gegeben. Einzelne Spenden sind zudem noch offen: Einige, vor allem ältere Leute waren mit dem Registrierungsprozess auf www.ibelieveinyou.ch wohl etwas überfordert, weshalb ich angeboten habe, Spendenzusagen auch per Mail entgegenzunehmen. Vordergründig wichtig ist nun, dass wir das Ziel erreicht haben. Und was nun zusätzlich reinkommt, kann der Finanzierung weiteren Materials für die Junioren dienen. Oder dann legen wir es ganz einfach auf die hohe Kante. Und natürlich machen wir uns Gedanken darüber, wie wir in den verbleibenden 18 Tagen noch die Werbetrommel rühren können, beispielsweise im Rahmen der Fasnacht.