Die Hälfte der Zeit ist um: dem FC Solothurn bleiben noch 40 Tage, um das Geld für sein Crowdfunding-Projekt aufzutreiben. Mittels der Plattform ibelieveinyou.ch möchte der Verein 40'000 Franken für die neue Juniorenausrüstung sammeln. Ist der angegebene Betrag innerhalb der Frist von 80 Tagen nicht erreicht, erhält der Fussballclub keinen Rappen.

Bei einem aktuellen Stand von 26'120 Franken gibt sich Samuel Scheidegger, Präsident des FC Solothurns, optimistisch. «Ich glaube immer noch, dass wir es schaffen. 40 Tage sind noch eine lange Zeit», meint er auf Anfrage. Es seien auch noch weitere Aktionen geplant, um das Projekt voranzutreiben.

«Zum Beispiel werden wir mit den Junioren in der Stadt Flyer verteilen oder auch am AEK-Kids-Cup Ende Januar dafür werben», erzählt Scheidegger. Bereits für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat die Werbeaktion von Natispieler Gökhan Inler. «Das war natürlich sehr positiv für uns und hat auch gezeigt, dass da Potential vorhanden ist», so der Präsident.

10'000 Franken auf einen Schlag

Eben erst hat ein anonymer Unterstützer das Projekt mit 10'000 Franken beglückt. Scheidegger zeigt sich nicht gross überrascht darüber. «Ich kann mir vorstellen, wer es ist», sagt er, gibt sich aber bedeckt. «Derjenige möchte aber wahrscheinlich wirklich ungenannt bleiben.»

Was, wenn die 40'000 Franken aber trotz solch grosszügigen Spenden nicht zusammenkommen und das Projekt scheitert? «Dann müssen wir schauen, wie wir das Geld irgendwie anders zusammentragen und wo wir Abstriche machen könnten», erklärt der FC-Solothurn-Präsident.

Daran möchte er aber vorerst gar nicht denken. Er sei zuversichtlich, betont Scheidegger mehrmals. Seine Hoffnung liegt unter anderem auf dem Schlussspurt. Denn es gäbe einige Leute, die vielleicht bereits gespendet hätten und nun den Verlauf weiter beobachten würden. «Wenn es knapp wird, werden sie hoffentlich nochmals in die Tasche greifen», so Scheidegger.

Der hohe Betrag ist notwendig

Der FC Solothurn fordert mit den 40'000 Franken deutlich mehr als die meisten anderen Projektinitianten auf der Crowdfunding-Plattform. Dieser hohe Betrag sei für die Beschaffung der Trikots mit Bedruckung aber durchaus notwendig, ist Scheidegger überzeugt. Denn das Geld sei zudem der Ersatz für die finanzielle Unterstützung, die sonst durch einen Hauptsponsor geboten würde. Passend dazu wirbt der FC Solothurn für sein Projekt mit dem Slogan «Wir alle zusammen sind Hauptsponsoren!»