Petition

Fast 600 sind für die Rettung des Solothurner Mammutbaums

Noch steht der Mammutbaum im Blumenstein-Quartier. (Archivbild)

Noch steht der Mammutbaum im Blumenstein-Quartier. (Archivbild)

Es hatte sich früh ab­gezeichnet: Die Ende März lancierte «Petitio» zum Erhalt des Mammutbaumes im Blumensteinquartier rannte offene Türen ein.

Schon bald war die «Schallgrenze» von 200 notwendigen Unterschriften für das Zustandekommen der Petition übertroffen worden, und Ende April hatten sich innert der 30 Tage Frist 586 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner schriftlich für den Erhalt des 150-jährigen Baumriesen stark gemacht.

«Petitio» ist eine Bürgerplattform dieser Zeitung, mit der Anliegen in Form einer Petition an die Behörden respektive das Gemeindeoberhaupt her­angetragen werden können. So muss nun das Stadtpräsidium den «Petitio»-Initianten, namentlich lanciert von Ariane Hausammann, eine schriftliche Antwort zukommen lassen. Der Mammutbaum soll einer geplanten Wohnüberbauung östlich des Museums Blumenstein weichen. Die Baukommission hatte per Bauentscheid vom 10. März das Bauprojekt bewilligt und alle Einsprachen, darunter auch eine der Organisation Pro Natura, abgelehnt. «Nur die Einsicht des Bauherrn oder ein Schutzbeschluss des Gemeinderates kann das Schlimmste noch verhindern», begründen die Petitionäre ihren jetzigen Rettungsversuch.

Dem Baum bläst politischer Gegenwind entgegen

Mit der «Petitio» wird gefordert, die Stadt solle in die Pflicht genommen werden, um mit der Bauherrschaft eine Lösung zu finden. Zur Finanzierung all­fällige Entschädigungszahlungen schlagen die Petitionäre weiter die Mittelbeschaffung über ein Crowdfunding vor. «Auch ­gestützt auf die ökologische ­Be- wertung des Grundstücks im Naturinventar ist die Stadt dafür verantwortlich, ihre einmaligen naturhistorischen Objekte für die Nachwelt zu erhalten», wird in der «Petitio» ein Rückkommen auf den Gemeinderatsentscheid vom Februar gefordert. Damals hatte eine Ratsmehrheit die eingebrachte SVP-Motion zur Rettung des Mammutbaums nicht erheblich erklärt.

Auch Stadtpräsident Kurt Fluri stellte sich damals entschieden gegen die Unterschutzstellung eines Einzelobjekts wie dem Mammutbaum auf einem Privatgrundstück. So gesehen dürfte der Inhalt der nun fälligen Antwort aus dem Stadtpräsidium auf das Anliegen der «Petitio» absehbar sein.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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