Die 13. ist keine Unglücks-Ausgabe, bietet doch «11 Minuten» für einige Probleme Patentlösungen an. So auf die drängende Frage: Was kommt nach Kurt (Fluri). Fluris natürlich. Frau Denise wird Stadtschreiberin, seine fünf Kinder nehmen die fünf Stadtratssitze ein, und schon ist das Stadtpräsidium neu besetzt – mit dem «KuFluKlan». Die andere Variante auf einer anderen Seite: Honolulu-Ober Peter Studer übernimmt ganz einfach die Amtsgeschäfte des Stadtpräsidenten vom Aschermittwoch bis Hilari – statt umgekehrt.

Ansätze zu einer Problemlösung finden sich auch auf der Doppelseite zur Ortsplanungsrevision in der so genannten «Nichtganzohne»: Der Baseltorkreisel ist als Knautschzone ausgewiesen, die St. Niklausstrasse als Fussgängerzone und der Landhausquai mit seiner Bar-Meile als «Blauezone».

«Trüffpunkt Badi»

Das frühere Lachmuskeln-Mobil der Fotomontage wird spärlicher als auch schon eingesetzt, geblieben ist aber eine gezeichnete Seite im unverkennbaren Stil von Rolf Imbach: Mit dem neuen «Trüffpunkt Badi» wird die Übernahme des Schwimmparadieses durch die Suteria glossiert und allerhand Stadt- und Kantonsklatsch hineinverpackt. Sportlich unterwegs ist der Regierungsrat beim Beach-Volleyball oder eine Nicht-Regierungsrätin beim Meister-Sprung vom Turm, bei dem ein Brett bricht. Symbolisch für den Abbruch einer Übung bei einer Sanitärfirma schräg gegenüber.

Einen weiteren optischen Schwerpunkt setzt die Sonderausstellung des Naturmuseums mit allerhand Spezies, die sich in Solothurn vor Jahrmillionen getummelt haben sollen: so der Curtoflurus rex oder auch der Plakettoraptor Cioscobieltor. Eine der bildstärksten Seiten ist übertitelt mit «Fetty Sossi» und würdigt die globalen Verdienste von Chris Rölli um den Wurstsalat oder in einem sehr schönen Kalauer den vergangenen Sommer mit vielen «beleite Böötli» auf der Aare.

In der Kürze liegt die Würze

Wie immer wohltuend kurz gehalten sind auch die längsten Textblöcke. Wobei nicht jeder den Anspruch erheben kann, dass das Allerletzte aus ihm rausgekitzelt worden ist. Träf und punktgenau sind die Kürzestportionen in den Randspalten, vor allem, wo es um «Solothurneskes» geht. Ein Beispiel: Auch wenn das Kunstmuseum nun für vier Monate geschlossen bleibt, erwarten Experten keinen Einbruch der Besucherzahlen. Und stets ein Highlight sind gut getextete Bilder: Wir empfehlen besonders Bruder Beat im Kapuzinerkloster.
Gleich tagelang ist die Verweildauer in «11 Minuten» nicht, aber die fasnächtlich gestimmte Leserschaft braucht sich darob nicht zu grämen: Bereits nächsten Donnerstagabend erscheinen närrischer Nachschub durch den «Postheiri», den «Hudibras» und – diese Information ist inzwischen gesichert – das «Amzblatt».

Hier gibts "11 Minuten": im Chicken Chaotikum, im Chuchilade, bei Urs Jeger Kolonialwaren, im Zunfthaus zu Wirthen, in der Taverna Amphorea, Restaurant Akropolis, in der Cantina del Vino, bei Bruno Walter Architekten + Planer AG, in der Sternen Pizzeria, im Jägerstübli, im Craft Bier Center und bei Mobilia Bodenbeläge.