«Wir machen das schon seit 14 Jahren so. Immer auf die Fasnacht hin suchen wir eine leere Lokalität in Solothurn für unseren Fasnachtsladen. Leider sind die meisten für uns zu teuer, und auch hier konnten wir nur die Hälfte nehmen.» Tatsächlich: Im hinteren Teil des seit dem Sommer verwaisten Landi-Ladens ab der Poststrasse herrscht gähnende Leere, während sich vorne die Trouvaillen stapeln oder in Reih und Glied hängen. «Wir haben auch schöne Kostüme vom Berner Stadttheater», deutet Stefanie Kräuchi-Wehrli auf eine Zeile besonders schöne Roben.

Berner «nicht so kreativ»

Sie kennt sich in Solothurn nicht nur deshalb bestens aus, weil sie beispielsweise vor zwei Jahren den Fasnachtsladen im ehemaligen Hutgeschäft von Nelly Mathys geführt hatte. «Ich habe meine Lehre als Damenschneiderin hier in Solothurn gemacht.» Auch im «Klunker» war sie tätig, bevor sie vor zehn Jahren in Bern ihr eigenes Geschäft eröffnet hatte.

«Aber an der Fasnacht sind die Berner längst nicht so kreativ wie die Solothurner», erklärt sie mit einem breiten Lachen. Noch bis zum 24. März werden die beiden Frauen an der Aare unten nicht nur Fasnachtskleider und Requisiten verkaufen, sondern auch Schallplatten für Kinder und sonstige Secondhand-Kleider.

Für Fasnachts-Angefressene lohnt sich ein Stöbern in der locker ausgelegten Ware allemal: Spezielle Schaufensterpuppen sind ebenso zu haben die ein paar altehrwürdige, lange Nabholz-Unterhosen.

«Wir haben hier eben Qualitätsware», dehnt Brigitte Kräuchi die beiden Beinkleider bis zum Gehtnichtmehr aus. «Wir kommen ursprünglich aus Erlinsbach. Das war eben schon immer eine traditionelle Fasnachtshochburg», zeigt sie ihre fasnächtlichen Wurzeln auf.

Geöffnet: Mittwoch bis Freitag jeweils von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr.