Solothurn
Farblich und tänzerisch ein Augenschmaus

Die Ballettschule Bernard gefiel mit ihrem «ein Traum» betitelten Abendprogramm. 70 Tänzerinnen und Tänzer zeigten in der Reithalle ihr Können.

Gundi Klemm
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Ballettschule von Barbara Bernard
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Ballettschule von Barbara Bernard
Aufführung der Ballettschule von Barbara Bernhard in der Reithalle
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Ballettschule von Barbara Bernard

Isabel Mäder

Wie sehr sich gründliche Nachwuchspflege auszahlt, war am Auftritt der Ballettschule Bernard (Solothurn und Grenchen) abzulesen. Die Jüngsten gefielen ebenso wie die Fortgeschrittenen und die so ausdrucksstarken zehn Solistinnen, die schon seit vielen Jahren von Ballettlehrerin Barbara Bernard ausgebildet werden. Sie liessen erleben, wie leichtfüssig und technisch beeindruckend getanzte Schrittkombinationen, Drehungen und Sprünge sich mit der Anmut von Körperhaltung und Bewegung verbinden.

Auf der schwarz ausgeschlagenen grossen Theaterbühne in der Reithalle kamen die zauberhaften Kostüme besonders zur Geltung. Gefällig wirkten die gruppenweise gleichen Frisuren, die fleissige Helferinnen hinter der Bühne gekämmt und geflochten hatten. Der Blick in die Gesichter der rund 70 kindlichen und jugendlichen Tänzerinnen und der beiden kleinen Tänzer zeigte, dass die Ballettschule neben dem Unterricht deutliche Integrationsarbeit leistet, um Kinder aus aller Welt zu einem Team zu formen.

Grundschule am Anfang

Barbara Bernard gestaltete den ersten Teil des Abends mit Grundschule, die sie «Etuden» nannte. Mit fliessenden, exakt choreografierten Übergängen entstanden gruppenweise Auftritte mit Schrittmustern, die sich in ihrer Schwierigkeit von den Anfängerinnen zu den beeindruckenden Könnerinnen steigerten.

Eingestreut waren bekannte Ballettmusikkompositionen von Tschaikovsky, Lortzing und Délibes, die als Tanz der Holländerinnern, als Ungarischer Tanz, als Auftritt der Chinesen, als Tarantella, als bildschöne Mazurka mit wechselnden Einsätzen und als Arabischer Tanz viel Beifall erhielten. Ein Augenschmaus war das Tarantella-Solo im Spitzentanz. Gleichfalls im Spitzenschuh war der von drei Mädchen brilliant getanzte originelle Ländler ein echter Hingucker.

Alles mit Ausstrahlung

Federleicht gelangen alle Darbietungen im zweiten Teil nach der Pause. Die beiden tanzenden Brüder bezirzten in einer Humoreske als Kater fünf Katzenmädchen. Danach traten Feen auf, die farblich und tänzerisch ein wahrer Augenschmaus waren, in den Soli. Einen Höhepunkt bildete der Gounod-Walzer, an dem 14 Tänzerinnen in unterschiedlichsten Formationen beteiligt waren.

Diese Vorführung der Ballettschule Bernard können Liebhaber des klassischen Tanzes beim Auftritt des Russischen Nationalballets am 3. Januar im Konzertsaal Solothurn nochmals erleben. Als Gast ist die Schule zur Mitwirkung eingeladen. Wie das mit rhythmischem Klatschen umrahmte Finale in der Reithalle zeigte, hat der Abend dem Publikum – im Beisein des Grenchner Stapi François Scheidegger – grosse Freude bereitet.

Und die anfänglich von Barbara Bernard geäusserte Sorge, dass fünf wegen Erkrankung fehlende Tänzerinnen die Aufstellungen stören könnten, erwies sich als unbegründet.