Die Aare lädt noch nicht zum Baden ein, aber eine Fahrt mit einem Polizeiboot Aare abwärts kann auch bei tiefen Wassertemperaturen Spass machen. Für viele ein Traum, der am Familientag der Berner Kantonalbank (BEKB) in Erfüllung geht. «Die Organisatoren denken sich immer etwas Neues aus», sagt Roger Affolter und wartet mit vielen anderen geduldig bis auch er und seine Familie an die Reihe kommen, schön eingepackt in gelbe Schwimmwesten. «Dieser Tag macht Spass und gehört einfach zu unserer Stadt», schwärmt der Solothurner und lobt die gute Stimmung, die in den Gassen und auf den Plätzen herrscht.

Ein neugieriger Bub besteigt ein Polizeiauto. Was für ein Gefühl, einmal für ein paar Minuten am Steuer eines Polizeiautos zu sitzen. Wer dieses Gefühl nicht anstrebt, setzt sich an den bereit gestellten Tisch und bastelt mithilfe der Eltern oder Grosseltern ein Polizeiboot aus Holz, dem bunt bemalt im Kinderzimmer ein Ehrenplatz gebührt.

Am meisten kommen in Solothurn

Vor dem Naturmuseum entstehen aus Moosgummi farbige Glühwürmchen. Mit Pailletten dekoriert und mit Leuchtfarben bemalt, sind es wahre Kunstwerke. «In der Nacht leuchten sie», sagt die Museumspädagogin Joya Müller und hofft, dass die Eltern mit ihren Kindern auch dem Museum einen Besuch abstatten, wo man noch viel mehr über Glühwürmchen erfahren kann. Ebenfalls auf dem Klosterplatz befindet sich die Schminkstation und ein Tret-Ysebähnli, bei dem die Väter Hand anlegen.

Weiter oben in der Hauptgasse wird fotografiert und applaudiert. Clown Pepe hebt mutige Buben in die Höhe und erbringt mit ihnen wahre Kunststücke. Auf die St.-Ursen-Treppe setzen sich Fans von Simu Fankhauser, der wie in den letzten Jahren mit seinen Kinderliedern die Herzen von Gross und klein höher schlagen lässt. Doch das ist längst nicht alles, was am Familientag geboten wird. Da gibt es nebst den verschiedenen Bastel-, Petanque-, Billard- und Basketballstationen alte Karussells, Märchenbühnen, eine Kinderzaubershow auf dem Friedhofplatz, die beliebte Rollenbahn an der Judengasse, eine von Solothurn Tourismus angebotene Stadtführung, Popcorn, Schlangenbrot und einiges mehr.

«Es geht uns nicht darum Produkte zu verkaufen oder Kunden anzuwerben», sagt der Bankleiter der BEKB Region Solothurn, Andreas Jordan, der mit 25 Mitarbeitenden vor Ort ist. «Wir wollen auch Nichtkunden etwas bieten und vor allem dafür sorgen, dass die Kinder Spass haben.» Der in Solothurn vor 17 Jahren erstmals durchgeführte Familientag hat inzwischen auch in anderen Regionen Fuss gefasst.

Doch immer noch sind die Besucherzahlen in Solothurn am höchsten, was auch die Unternehmenskoordinatorin der Bank, Nina Malika Lerch, bestätigt: «Man spürt, dass der Anlass hier am besten verwurzelt ist.» Und man glaubt auch Andreas Jordan auf Anhieb, wenn er sagt: «Der Familientag gehört inzwischen zu den wichtigsten Veranstaltungen von Solothurn Tourismus.» Auch etwas Anderes ist dem Familienanlass nicht abzusprechen: das Wetterglück. Seit Beginn hat es nur einmal geregnet, und das erst gegen Schluss der Veranstaltung.