Silent Party
Facebook-Party fällt ins Wasser – Veranstalter zieht sich zurück

3000 Menschen hätten am Wochenende auf dem Solothurner Dornacherplatz tanzen sollen. Jetzt zieht Joël Oester die Notbremse.

Andreas Kaufmann
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Die Facebook-Party fällt ins Wasser.

Die Facebook-Party fällt ins Wasser.

AZ

Eine friedliche Party hätte «Silent Solothurn» auf dem Dornacherplatz werden sollen (wir berichteten) - nun bleibt es dort am kommenden Samstag definitiv «silent». Organisator Joël Oester zog am Montagabend die Notbremse und liess die Behörden noch vor der definitiven Bewilligung wissen, dass er sein Vorhaben abbläst.

"Sprengt die Ketten"

Via Facebook hatte er zunächst zur Veranstaltung «Sprengt die Ketten» aufgerufen, später wurde daraus eine «Silent Party», eine also, bei der die Partygänger mit anwohnerverträglichem Sound aus Funk-Kopfhörer versorgt worden wären. Über 3000 Zusagen verzeichnete die Facebook-Veranstaltung zuguterletzt, was auch Oester mit Erstaunen quittierte.

Es drohte ein Verlust

Als Hauptgrund für die Absage nennt Oester zu wenig ausgereifte Sicherheitsaspekte, die sich bei einem Anlass dieser Grösse aufdrängen. Gerade in diesem Zusammenhang sei auch die Vorlaufzeit nun zu knapp. Und: «Das finanzielle Risiko wurde mir letztlich einfach zu gross.» Um schwarze Zahlen zu schreiben, wären 1000 Besucher nötig, bei nur 900 müsste er bereits tiefer in die Tasche greifen, als er bewältigen kann. Ungeachtet der Zusagen hätte er 1500 erwartet. Nun beabsichtigt er, die Absage möglichst breit zu kommunizieren, auch via Facebook.

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