Die Bike Days fühlten sich hier in Solothurn schon wie zuhause, meint Nathalie Schneitter. Bis 2016 war die gebürtige Lommiswilerin professionelle Mountainbikerin. Danach wechselte sie in die Eventorganisation von Erwin Flury, der auch die Bike Days organisiert.

Dem Bike blieb Nathalie Schneitter so treu. An den zehnten Ausgabe des Solothurner Veloevents ist sie für die Expo, also die Messe zuständig. In der Gesamtorganisation ist sie ebenfalls aktiv. Deshalb weiss sie genau, was läuft – und was 2018 neu sein wird. «Dieses Jahr bringen wir die Bike Days auch in die Altstadt», erklärt die 31-Jährige. Neben dem Öufi-Cup vom Freitagabend wird auch «Chasing Cancellara» durch die Tore der Stadt führen. In diesem neuen Event ist –  wie der Name schon nahe legt – Radprofi Fabian Cancellara der Star.

Am Mittwoch war der Strassenrad-Weltstar unter dem Übernamen «Spartakus» in den Altstadtgassen zu erspähen. Fabian Cancellara radelte für den Clipdreh zu «Chasing Cancellara» über die Pflastersteine. Als Geburtstagsgeschenk zur zehnten Ausgabe wird er sich nämlich am 4. Mai seinen Herausforderern im Zeitfahren stellen.

In Anlehnung an das legendäre Strassenrennen «Paris-Roubaix» führt die ein Kilometer lange Strecke, die es dreimal zu absolvieren gilt, grösstenteils über Kopfsteinpflaster durch die Altstadt. Fabian Cancellara startet dabei als erster ins Rennen. Er fährt drei Runden durch die Altstadt und gibt die Zeit vor. Amateursportler treten danach im Zweier-Team an. Die besten fünf Teams können sich dann im Final direkt mit Fabian Cancellara messen. 

«Mit der Austragung des ‹Chasing Cancellara› ergänzen wir das vielfältige Rahmenprogramm der Bike Days erstmals mit einem Rennformat für Rennvelos – und dies erst noch mit dem Strassenrad-Weltstar Cancellara», sagt Erwin Flury, «Bike Days»-Veranstalter, der damit gleichzeitig auch sein eigenes Liebesbekenntnis zur schönen Altstadt abgibt. «Dies möchten wir dieses Jahr gerne inszenieren und nach aussen tragen.»

Und auch Cancellaras Herz hängt an Solothurn, wie er selbst zugibt: «Solothurn privat eine besondere Bedeutung: Ich habe 2006 hier in der St. Ursenkathedrale geheiratet», sagt der Sportler. «Die Bike Days finden hier statt. Dass wir jetzt mit Chasing Cancellara zusammen was machen, freut mich natürlich umso mehr.»

Am Mittwochmorgen fuhr Radprofi Fabian Cancellara durch die Solothurner Altstadt. Dieses Mal für Filmaufnahmen. An den Bike Days Anfang Mai wird hier das Rennen «Chasing Cancellara» stattfinden.

Nathalie Schneitter erzählt, was an den 10. Bike Days neu sein wird und was es mit «Chasing Cancellara» auf sich hat

Punkto Pflastersteine

Und Emotionen verbindet Cancellara auch mit dem Kopfsteinpflaster, so wie den ihn in Solothurn vorfindet, oder früher bei Paris-Roubaix oder bei der Flandern-Rundfahrt. «Es kommt immer drauf an, wie schnell man fährt, wie viel Luft man im Pneu hat – sowie auch auf die Bereifung.» Und so sei das Fahrgefühl mit einem Mountainbike anders als mit einem Rennvelo.

«Aber ich muss auch sagen, dass das Kopfsteinpflaster in der Solothurner Altstadt im Vergleich zum Kopfsteinpflaster bei Paris-Roubaix absolut machbar ist. Es ist abenteuerlich, historisch - es ist nicht eine moderne asphaltierte Strasse. Das gab es früher nicht, deshalb ist es historisch. Das Kopfsteinpflaster bringt uns zurück in die Ursprünge des Radfahrens. Das finde ich cool, das hat etwas Abenteuerliches, Kühnes.» (ak/ldu)