Synchronschwimmen
Extraaufwand lohnt sich: Die Wassernixen aus der Stadt zeigen ihr Können

Nach wochenlangem Training begeisterten die Synchron-Schwimmerinnen mit ihrer Darbietung im Hallenbad Solothurn. Unter den vielen Wassernixen befand sich auch die letztjährige WM-Teilnehmerin Flavia Rumasuglia.

Rebekka Balzarini
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Synchronschwimm-Show in Solothurn
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Synchronschwimm-Show in Solothurn

Hansjörg Sahli

«Hart, aber schön!» So fassten die Schwimmerinnen des C-Teams die wochenlange Vorbereitungsphase für die diesjährige Synchro-Show des Schwimmclubs Solothurn zusammen. Seit August wurde geübt. Etliche Sonntage verbrachten die Schwimmerinnen zusätzlich im Hallenbad.

Hinzu kam ein Trainingslager in den Herbstferien. Das Resultat der harten Arbeit konnte sich sehen lassen, die Teams beherrschten ihre Kür perfekt. Hinzu kamen Solo- und Duettdarbietungen, unter anderem mit der letztjährigen WM-Teilnehmerin Flavia Rumasuglia.

Das Thema der Synchro-Show waren Superhelden: Batman, die Super-Girls, Super-Mario, Spiderman und Batteryman. Sie alle nahmen sich trotz ihres vollen Terminkalenders Zeit, nach Solothurn zu kommen und bei der Suche nach dem goldenen Badeanzug, der kurz vor der Weihnachtsshow gestohlen worden war, zu helfen.

Ohne den goldenen Badeanzug, den ihre Grossmutter extra genäht hatte, kann Nicole bei der Weihnachtsshow nicht auftreten. Gut also, dass sie auf die Hilfe der Superhelden zählen kann.

Auch wenn diese während der Weihnachtszeit hochgradig beschäftigt sind und es manchmal nur für einen kurzen Brief mit ein paar Anweisungen reicht, am Ende gibt es ein Happy End: Der Badeanzug wird gefunden.

Und dies, obwohl Nicoles gemeine Cousine den Badeanzug in einer Baugrube versteckt hatte. Mussten sich die Synchronschwimmerinnen vor der Pause noch an die Wettkampfküren und somit die Regeln des Synchronschwimmens halten, konnten die Teams in der zweiten Hälfte Kreativität walten lassen.

Grosser Einsatz der Organisatoren

«Die Vorbereitung einer solchen Show ist ein grosser Extraaufwand», sagt Ramona von Gunten, Vorstandsmitglied des Schwimmclubs. Nicht nur die vielen Sonntagseinsätze seien zeitintensiv, sondern auch das Dekorieren der Halle am Auftrittswochenende.

«Am Samstag sind wir von 8 morgens bis 11 Uhr abends im Hallenbad. Und am Sonntag ebenso», erklärt sie. Den Aufwand sei es jedoch Wert. «Wenn die Kinder ganz aufgeregt und strahlend die dekorierte Halle betreten, dann ist das ein bisschen wie an Weihnachten.»

Überhaupt findet sie ihre Motivation hauptsächlich bei der Freude der Kinder. Doch nicht nur die Mitglieder des Schwimmclubs, sondern auch die Eltern der Teilnehmerinnen leisteten ganze Arbeit.

«Das Synchro-Beizli wurde von den Eltern organisiert. Und am Samstag halfen viele Väter dabei mit, die Zuschauertribüne aufzubauen», sagt Ramona von Gunten mit dankbarer Stimme. Für die Schwimmerinnen war es dann auch etwas Spezielles, vor so viel Publikum aufzutreten.

«Ich bin schon nervös, weil jetzt alle zuschauen. Am Wettkampf kennt mich ja niemand», gibt eine Schwimmerin des C-Teams zu. Aber der Stolz, das eigene Können unter Beweis zu stellen, machte jede Nervosität wett.