Solothurn
EVP peilt erneut den Gemeinderat an

Nach der erstmaligen Kandidatur für den Gemeinderat im Jahre 2009 will es die städtische Evangelische Volkspartei zum zweiten Mal wissen und mit einer eigenen Liste den Einzug in den Gemeinderat schaffen.

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Die Kandidierenden der EVP von oben rechts im Uhrzeigersinn: Elia Leiser, Evelyne Arn, Ueli Leiser, David Burkhart, Partik Pfister, Jürg Meier, Brigitte Baumann, Richard Hürzeler.

Die Kandidierenden der EVP von oben rechts im Uhrzeigersinn: Elia Leiser, Evelyne Arn, Ueli Leiser, David Burkhart, Partik Pfister, Jürg Meier, Brigitte Baumann, Richard Hürzeler.

zvg

«In diesen acht Jahren konnten wir viele Erfahrungen sammeln und unser Netzwerk erweitern. Gerade im Bereich Sport konnten wir einige Akzente setzen», verweist Ueli Leiser auf seine Tätigkeiten als Vizepräsident der Sportkommission. «Es ist eine Liste mit jungen, engagierten Persönlichkeiten in verschiedenen Bereichen aus der Stadt Solothurn», zeigt sich Elia Leiser zufrieden. Einzig die tiefe Frauenquote sei ein Wermutstropfen. Leiser wurde vom kantonalen Vorstand mit der Listenzusammensetzung betraut.

Mit der Lehrerin Brigitte Baumann und dem Softwareentwickler Patrik Pfister kandidieren zwei Personen, die noch nie auf einer EVP-Liste standen. Beide leisten jetzt schon Einsatz für die Stadt, Baumann als Betreuerin von Flüchtlingsfamilien, die der Stadt zugeteilt wurden, Pfister als J+S-Coach für die Durchführungen von Lagern.

«Wir haben das Privileg, dass wir abstimmen, wählen und kandidieren können. Es gibt Leute, die wegen des Kampfs für Demokratie fliehen mussten und jetzt bei uns sind», erklärt Brigitte Baumann ihre Motivation.

Gar mit «Regierungserfahrung» steigt Jürg Meier ins Rennen. Als Herodes an der traditionellen Weihnachtsreise regiert er einmal im Jahr für ein paar Stunden in der Stadt Solothurn. «In den anderen 364 Tagen bin ich konsens- und lösungsorientiert», erklärt Jürg Meier.

Als Mitglied der Geschäftsleitung der gemeinnützigen Organisation BeUnlimited kennt Evelyne Arn die Schattenseite unserer Gesellschaft: «Jedes vierte Mädchen und jeder siebte Junge erlebt sexuellen Missbrauch – in der Schweiz.»

Der jüngste auf der Liste ist der 21-jährige David Burkhart. Der Informatiker engagiert sich in verschiedenen Bereichen der Kinder – und Jugendarbeit: «Es braucht auch junge Leute, welche bereit sind, in der Stadt Verantwortung zu übernehmen.»

Der reformierte Kirchgemeindeverwalter Richard Hürzeler bringt schon viel Erfahrung mit und ist bestens in der Stadt Solothurn vernetzt. Er führt auch immer wieder grössere Aktionen wie die traditionelle Weihnachtsreise durch. «Meine Erfahrungen möchte ich auch der Stadt zur Verfügung stellen und eine vermittelnde Sicht in spannungsgeladene Themen einbringen», sagt Richard Hürzeler. (mgt)