Im vergangenen Jahr entstand die Spitex Region Solothurn aus dem Zusammengehen der jeweiligen Vereine von Langendorf und Solothurn. Seither bedient die neue, 2'200 Mitglieder zählende Organisation die Gemeinden Lommiswil, Oberdorf, Langendorf, Riedholz, Hubersdorf, Flumenthal und Solothurn mit zusammen nahezu 28'000 Einwohnern.

Es sei ein guter Start gelungen mit einem engagierten Vorstand, so dass sie das Präsidium ruhig weitergeben könne, schloss die scheidende Präsidentin Barbara Probst Bernath ihren Jahresbericht.

Finanzierungsfragen

«Schon vor der Fusion pflegten die beiden Vereine eine intensive Zusammenarbeit. Bei Über- oder Unterkapazitäten tauschte man Personal aus, gemeinsame Weiterbildung wurde geboten, und es wurde kompatible Software eingekauft», berichtete Barbara Probst. «Das führte zu einer vergleichbaren Betriebskultur und erleichterte den Mitarbeitenden die Umstellung auf den neuen, grösseren Betrieb.»

«Dringend ist der Abschluss von neuen Leistungsaufträgen zwischen den Gemeinden und der Spitex. Ziele sind die Neuregelung der Finanzierung und die Definition respektive Vereinheitlichung der Angebote. Äusserst dringend die Regelung der Wegzeit- und der Ausbildungsabgeltung. Es liegt zwar ein Entwurf von Seiten der Verhandlungspartner (Kanton, Gemeinden, Spitex-Verband) vor, doch verhindern Detailfragen derzeit noch Vertragsabschlüsse», hielt Barbara Probst fest.

Bemerkenswerte Zahlen

Die Spitex Region Solothurn betreute mit ihren 69 Mitarbeitenden (51,2 Vollzeitstellen) 660 Klientinnen und Klienten (im Durchschnitt 237 pro Tag), was 86 446 Einsätze ergab. 3430 Kilo Wäsche wurden verarbeitet. Die Mitarbeitenden legten rund 185 000 Kilometer zurück. Es konnten 47'262 Stunden verrechnet werden, was zusammen mit den weiteren Dienstleistungen den eigenwirtschaftlichen Ertrag von 4,1 Mio. Franken ergab. Die Bilanzsumme beträgt 2,12 Mio. Franken.

Der Mahlzeitendienst wird seit Januar 2017 vom Standort Langendorf aus durchgeführt, berichtete die stellvertretende Betriebsleiterin Claudia Strähl. Dieser Wechsel und die markante Ausweitung von täglich 30 in drei auf jetzt 140 Essen in sieben Gemeinden pro Tag gab einige Probleme zu lösen. Das gelang und so wurden 2017 insgesamt 38 884 Mahlzeiten an 323 Klienten durch 41 Fahrerinnen und Fahrer ausgeliefert. Die Rückmeldungen sind fast nur positiv.

Wechsel im Vorstand

Mit grossem Dank und Applaus wurde Barbara Probst Bernath aus dem Vorstand der jetzigen Spitex Region Solothurn verabschiedet. Stadtpräsident Kurt Fluri überbrachte Anerkennung und Dank von Behörden und Bevölkerung. Kathrin Lanz und Vizepräsidentin Stefanie Moser riefen in ihren Laudationes viele der Klippen in Erinnerung, die Barbara Probst mit Souplesse umschifft habe. «Die Spitex ist ein Arbeitgeber mit professionellen Strukturen und ihre Leistungen entwickeln sich stetig weiter nach dem Bedarf der Bevölkerung», so habe Barbara Probsts Credo gelautet.

Sie habe die technische Entwicklung gefördert, Zusatzangebote initiiert und nicht zuletzt eben das Versorgungsgebiet bis hin zur letztjährigen Fusion erweitert.

Ausser Barbara Probst Bernath zog sich auch Oskar Fluri als Vertreter der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn aus dem Vorstand zurück. Dieser setzt sich für den Rest der Amtsperiode bis 2021 wie folgt zusammen: Esther Burkhalter (Langendorf), Beat Graf (Riedholz, neuer Präsident), Johannes Dollinger (Oberdorf), Gregor Huber (Langendorf, Vizepräsident), Beat Kobi (Solothurn), Stefanie Moser (Solothurn, Vizepräsidentin), Michael Schärer (Langendorf), Claudia Wittmer (Solothurn). Die Revisionsstelle übernimmt Kurt Bargetzi (Solothurn).