Solothurn
«Es ist schon komisch, sich selbst zu hören»

Die Berner Newcomer-Band «Pablopolar» hat in Solothurn das Promovideo zu ihrem neuen Song «Part of Everything» gedreht. Speziell dabei: Gesungen haben die vier Berner nicht selbst, sondern überliessen Solothurnerinnen und Solothurner den Vortritt.

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Tiziana Di Maggio (2.v.r.) singt mit anderen Pfaderinnen für das Musikvideo von «Pablopolar»

Tiziana Di Maggio (2.v.r.) singt mit anderen Pfaderinnen für das Musikvideo von «Pablopolar»

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Es sei unglaublich einfach gewesen, Leute in Solothurn zum Mitsingen zu bewegen, sagte Pablo Hoffmann, Schlagzeuger von «Pablopolar»: «Von den ersten zehn Personen, die wir auf der Strasse fragten, waren fünf Sänger. Wir konnten es kaum glauben.» Eigentlich kein Wunder, schliesslich kommt auch der älteste Singknabenchor aus Solothurn. Der Video-Dreh habe sehr viel Spass gemacht, schwärmt der Schlagzeuger. Wiederholen wollen sie die Aktion in gleicher Form trotzdem nicht. «Das war eine einmalige Aktion», sagt Pablo Hoffmann.

Einige Trockenübungen und dann gings los...

Tiziana Di Maggio war am 2. April mit anderen Pfadern unterwegs, als sie von «Pablopolar» angesprochen wurde. Sie hätten sich alle kurz überlegen müssen, ob sie überhaupt mitmachen wollen, hätten sich jedoch für das Video-Abenteuer entschieden. «Ich hatte den Song vorher noch nie gehört», sagt die 23-Jährige, die in Bern wohnt und arbeitet. Die Gruppe übte den Text einige Male zusammen mit einem Mitglied von «Pablopolar». Dann galt es ernst. Die Pfader rund um Tiziana Di Maggio sangen «Part of Everything» für die Kamera.

Diesen Mittwoch hörte sie den Song zum ersten Mal. Ein Freund machte sie dann auf das Video aufmerksam. «Ich hätte wohl nicht mehr daran gedacht», meint Di Maggio nur. Kein Wunder: Seit dem Dreh sind zwei Monate vergangen. Eine Woche nach dem Dreh habe sie noch die Webseite der Band konsultiert. Zu jedem Zeitpunkt sei jedoch noch kein Musikvideo zu finden gewesen.

In der Tonlage gerirrt

Jetzt, wo das Promovideo von «Part of Everything» mit Solothurner Sängern und Sängerinnen im Umlauf ist, kann die gebürtige Langendorferin das Ergebnis anschauen - und anhören. «Es ist schon komisch, sich selbst zu hören», gesteht die 23-Jährige.

Auch Rebecca Meier hatte sich das Ergebnis anders vorgestellt: «Ich hätte nicht gedacht, dass es so daneben tönt», meint die 20-Jährige. Sie hätte sich ein wenig in der Tonlage geirrt. Die Solothurnerin würde auf jeden Fall erneut mitmachen. «Ich würde mir vielleicht noch mehr Mühe geben», schmunzelt sie. (rwl/ldu)