Solothurn
«Es isch gäng s gliche»: Je länger das Spiel dauerte, desto länger wurden die Gesichter der Fans

2100 Zuschauer erlitten das Spiel der Schweizer Nati gegen Schweden im Solothurner «Beach Style».

Raphael Karpf
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Public Viewing Achtelfinal Schweiz-Schweden in Solothurn
28 Bilder
Der Dome auf dem Dornacherplatz erscheint in rot-weiss
Schweiz gegen Schweden
War das ein Foul?
Da ist die Welt noch in Ordnung
Es ist kaum auszuhalten
Wie lange die Nerven das noch mitmachen
Da ist die Welt noch in Ordnung
Ohje...
Hopp Schwiz!
Man will es fast nicht glauben
Man will es fast nicht glauben
Man will es fast nicht glauben
So sieht Ernüchterung aus
So sieht Ernüchterung aus
So sieht Ernüchterung aus
Vielleicht hilft beten Fussball-Weltmeisterschaft-Achtelfinal Schweiz gegen Schweden:
Das Spiel als Familienfest
Ernüchterung macht sich breit
Ernüchterung macht sich breit
Public Viewing Achtelfinal Schweiz-Schweden in Solothurn
Nei! Nei! Nei!
Rund 2000 Zuschauer im und ums Beach Style
Ernüchterung macht sich breit
Ernüchterung macht sich breit
Ernüchterung macht sich breit
Ernüchterung macht sich breit
Ernüchterung macht sich breit

Public Viewing Achtelfinal Schweiz-Schweden in Solothurn

Hanspeter Bärtschi

«Schiess! Schieeess! Neeeei!» Nach dem schwachen Auftritt der Schweizer in St. Petersburg bleibt am Ende nur noch Enttäuschung. Auch bei den rund 2100 Zuschauern, die sich beim Public Viewing am Solothurner Dornacherplatz eingefunden hatten.

Gerammelt voll präsentierte sich das «Beach Style» kurz vor Anpfiff. Die gesamte Tribüne erhob sich zur Nationalhymne und sang eifrig mit. Danach ging es mit der Stimmung aber schnell bergab. Mit einer Mischung aus Zuversicht und Nervosität in Durchgang eins, wurde es in Halbzeit zwei beinahe schon apathisch. Je länger das Spiel dauerte, umso länger wurden die Gesichter. Totenstille dann, als Forsberg die Schweden in Führung schoss.

Ein letztes Aufbäumen der Zuschauer in den Schlussminuten, jäh gestoppt von der Roten Karte an Lang und dem Abpfiff. Einige Bierdosen flogen schliesslich, doch ansonsten hatte sich eine an Gleichgültigkeit grenzende Ernüchterung breitgemacht. «Es isch gäng s gliche», und «Das längt eifach nid», war der Konsens der Zuschauer, die das Public Viewing kurz nach Abpfiff in Strömen verliessen. Einige blieben aber doch zurück und feierten – wenn schon nicht die Nati – immerhin sich selber.

Etwas Positives war dem Abend doch abzugewinnen: Aufgrund des Trübsals kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen à la Bierdosenverletzungen. So zieht der Betreiber des «Beach Style« Jumbo Monopoli auch eine positive Bilanz. «Nach dem Abpfiff waren schon viele lange Gesichter zu sehen. Doch für uns ist alles super gelaufen.» Da er das Ganze koordinieren musste, unter anderem die Strassensperre organisieren, habe er den Match gar nicht gross sehen können. «Mir wurde gesagt, dass ich nicht viel verpasst hätte.» Stimmt.
Das obligate Hupkonzert nach dem Spiel fiel komplett aus. Ein weiterer Pluspunkt eines Abends, den man am liebsten vergessen möchte.

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