Solothurn
Es grünt so grün an der Eigenheim-Messe in Solothurn

Zum siebten Mal findet im CIS-Sportzentrum die Eigenheim-Messe rund um die Planung und Umsetzung der eigenen vier Wände statt. Holz bildet einen wichtigen Schwerpunkt in der diesjährigen Durchführung.

Andreas Kaufmann
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Irene Froelicher (Präsidentin Pro Holz Kanton Solothurn), flankiert von der Eigenheim-Messeleitung mit Monika und Benno Krämer.

Irene Froelicher (Präsidentin Pro Holz Kanton Solothurn), flankiert von der Eigenheim-Messeleitung mit Monika und Benno Krämer.

Andreas Kaufmann

«Nach sieben intensiven Monaten Vorbereitungszeit geniesse ich den Moment», befand gestern Benno Krämer anlässlich der Eröffnung der Eigenheim-Messe, die er und seine Frau Monika zum siebten Mal durchführen. Genuss kommt – müsste man eigentlich annehmen – im verflixten siebten Jahr nicht von allein.

Doch Krämer sieht dies anders: «‹Verflixt› heisst in diesem Fall hoffentlich ‹verflixt erfolgreich›.» Dass dies bereits im Vorfeld feststeht, belegte er vor geladener Gästeschar anhand der Zahlen: 160 Aussteller zeigen auf 6000 Quadratmetern bis Sonntag alles vom Planen übers Finanzieren bis zum Umsetzen eines Neubaus, einer Modernisierung oder einer Renovation. Sie behandeln rechtliche oder steuertechnische Aspekte und rücken Themen wie Energieeffizienz oder andere in den Vordergrund.

Neben der bewährten Sonderausstellung «Grüne Oase», die sich dieses Jahr den Bonsai und bonsaiähnlichen Schnittgewächsen widmet, steht Holz auch als Bau- und Heizstoff im Vordergrund. Die andere Sonderausstellung zeigt die vom Prix Lignum im vergangenen Jahr ausgezeichneten Bauobjekte rund ums Holz. Lanciert wurde die Schau von den «Hölzigen», genauer von Pro Holz Kanton Solothurn. Entsprechend lieferte deren Präsidentin Irene Froelicher als Eröffnungsrednerin passende Impulse zum Stoff, aus dem die Bäume sind: «Holz macht stolz», verkündete sie und beschrieb, wie sich der Werkstoff vom verstaubten «Chalet-Groove» befreien konnte.

Nicht nur verwies Froelicher auf die emotionalen Vorzüge wie Geborgenheit und Sicherheit, die Holz gerade im Wohnraum vermittle. Auch ökologische Aspekte führte sie ins Feld: «Es ist ein einheimischer, CO2-neutraler Rohstoff.» Und biologische: «Eine Studie mit einem in Holz gezimmerten Schulraum hat gezeigt, dass die dort unterrichteten Schüler eine tiefere Herzfrequenz hatten.» Froelicher schloss – passend zum Wahlwochenende – mit einem Potpourri der Slogans aller Parteien, um für einen besonderen Kandidaten die Werbetrommel zu rühren: den Werkstoff Holz.