Solothurn

Es gibt doch noch eine kleine «HESO» – aber im Oktober und über die ganze Stadt verteilt

«Solothurn zeigt Flagge»: Unter diesem Motto kommt dieses Jahr doch noch ein wenig HESO-Gefühl auf. Denn die geplante Sonderschau zu 2000 Jahre Solothurn findet statt. Jedoch wegen Corona komplett anders, als eigentlich vorgesehen.

Ab Freitag wäre Solothurn im Ausnahmezustand. So wie jedes Jahr, wenn die HESO stattfindet und sich das Stadtleben vor allem rund um das Areal der Rythalle abspielt. Doch wegen Corona sahen sich die Organisatoren Anfang Juli gezwungen, die diesjährige Sause abzusagen. Doch nicht ohne ein wenig Hoffnung zu machen, dass voraussichtlich die geplante Sonderschau zu 2000 Jahre Stadt Solothurn wenigstens dennoch durchgeführt werden kann. Danach hörte man wochenlang nichts mehr und es galt bereits zu befürchten, dass Corona auch diesem Vorhaben ein Strich durch die Rechnung macht.

Dem ist aber nicht so, wie die Organisatoren verrieten. Statt Trübsal zu blasen, haben sie das bereits fixfertige Konzept für die Sonderschau über den Haufen geworfen und ein neues entwickelt, ein Corona-konformes. Sehr zur Freude von HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner: 

Jedoch aus Zeitgründen nicht zum eigentlichen HESO-Termin von dieser Woche, sondern erst ab 23. Oktober und dafür gleich bis zum 15. November, inklusive eines Comeback der Ausstellung vom 14. Mai bis am 13. Juni 2021.

Dreidimensionale Wappen verteilt über die ganze Stadt

Doch was sieht das Konzept vor, das die Organisatoren statt als Notfallplan lieber als «riesige Chance» bezeichnen und als etwas, «das sonst niemals möglich gewesen wäre»? Im Grunde dreht sich alles um das Solothurner Wappen, das man im Zeitraum der Ausstellung beinahe überall in der Stadt begegnen wird.

So sehen die dreidimensionalen Wappen aus. Davor: Urs Unterlerchner, Andreas Gasche, Liliane Herzog, Hansjörg Boll, Thomas Jenni, Peter Probst.

So sehen die dreidimensionalen Wappen aus. Davor: Urs Unterlerchner, Andreas Gasche, Liliane Herzog, Hansjörg Boll, Thomas Jenni, Peter Probst.

30 dreidimensionale Wappen, welches die Probst AG aus Derendingen herstellt, werden an verschiedenen Plätzen in der Stadt aufgestellt, wie etwa am Bahnhof, beim Baseltor oder auf dem Amthausplatz. Auf jedem präsentiert sich ein Unternehmen oder eine kulturelle Institution aus der Region den Passanten. Stellt sich, seine Ausbildungsplätze vor und gibt Auskunft über die Geschichte des Unternehmens, wenn immer möglich mit einer kleinen Anekdote. Damit schlagen die Organisatoren die Brücke zum eigentlichen Anlass der Sonderschau - 2000 Jahre Stadt Solothurn.

«Das Konzept gibt den teilnehmenden Unternehmen die Chance, für einmal auf Plätzen präsent zu sein, wo sie sonst nicht hinkommen», sagt Liliane Herzog, vom Atelier Herzog AG, das für die Umsetzung und Szenographie zuständig ist. 

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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