Diesmal wurde der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft eine ganz besondere Ehre zu Teil: In den Hallen der Fasnachtszunft Vorstadt erhielt der UNO-Vorstand Gastrecht für seine Hauptversammlung. Dort, wo sonst die Späne fliegen, dem Umzugswagen Leben eingehaucht wird und die Vorstadt-Narren sich tummeln, trafen sich 45 Delegierte des UNO-Vorstandes, der Zünfte, der Guggenmusiken und der Schnitzelbankgruppen zum Rapport. Zum zweiten Mal in seiner Funktion als Ober-Ober der Fasnacht eröffnete Max Kaeser die Hauptversammlung 2013.

Bereits wurde gemunkelt, dass die Fasnacht 2013 eine der besten gewesen sei. Kaeser konnte den Gerüchten eigentlich nur zustimmen. Zwar sei es eine sehr frühe Fasnacht gewesen, was organisatorisch nicht immer ganz einfach zu bewältigen gewesen sei, betonte der Ober-Ober.

Doch das Resultat habe überzeugt. Wegen den Sportferien wurde befürchtet, dass die Teilnehmerzahl am Kinderumzug heuer einmal geringer ausfallen könnte. Dem war aber nicht so. Kaeser stellte fest: «Mit der Liebe zum Detail und der Kostümfindung erstaunen mich der Narrennachwuchs und die Helfer immer wieder.»

Auch der Umzug sei ein Erfolg gewesen. Dank dem Umzugschef und den Funkern hat es einmal mehr keine Unfälle gegeben. Ein gutes Zeichen für die Ausgabe 2014. So erstaunte es denn auch nicht, dass die Anwesenden die Frage, ob im nächsten Jahr wieder eine Fasnacht gefeiert werden soll, mit begeistertem Applaus quittierten. Diese wird unter dem Motto «avanti soletti» laufen.

Schuldenbremse unnötig

Säckelmeisterin Corinne Guldimann bestätigte, dass man sich eine neue Ausgabe leisten kann. Obwohl die UNO heuer fast den ganzen Plakettengewinn Gewinn an die Gruppen ausschütten wird, ist die Kasse weiterhin gut gefüllt. Man habe zwar etwas weniger eingenommen als budgetiert, so Guldimann. Doch gleichzeitig zeigte das strenge Finanzregime der Säckelmeisterin Wirkung - die UNO hat auch ohne Schuldenbremse,weniger ausgegeben. Die effiziente Kassenführung wurde mit anhaltendem Beifall honoriert. Ebenso die unermüdliche Arbeit von Toni Armbrust, der stets darum besorgt ist, dass alles rund um die Plaketten stimmt - notabene die Haupteinnahmequelle der UNO.

Die restlichen Traktanden des Abends brachte Kaeser in Rekordzeit durch, er wusste wohl um die hungrigen Mägen der Anwesenden Bescheid. Diese hiessen denn auch sämtliche Geschäfte, inklusive Rechnung und Revisionsbericht, einstimmig gut. Zum Schluss wurde eine alte Tradition weiter geführt: Elmar Oberer und Claudio Weibel wurden mit dem Verleih der Hutter-Kugel zu Ehren-Obern erkoren.