Solothurn

«Es braucht Euch!»: Eine Kampagne will das Einkaufen in der Stadt wieder ankurbeln

Mit dem «ShopIN»-Plakat, v.l.: Charlie Schmid (Geschäftsführer SGSo), Esther Luterbacher (Geschäftsführung Standortförderung Espace Solothurn), Thomas Schärer (Inhaber Mode Küng).

Mit dem «ShopIN»-Plakat, v.l.: Charlie Schmid (Geschäftsführer SGSo), Esther Luterbacher (Geschäftsführung Standortförderung Espace Solothurn), Thomas Schärer (Inhaber Mode Küng).

Die Solidarität-Kampagne «ShopIN» vom Solothurner Stadt- und Gewerbeverband sowie von der Standortförderung Espace Solothurn will das Shoppen in der Stadt wieder ankurbeln.

Ab Montag soll Shoppen in Solothurn unter Auflagen wieder möglich sein. Rechtzeitig haben die Stadt- und Gewerbevereinigung SGSo und die Standortförderung Espace Solothurn eine Solidaritäts-Kampagne lanciert, um die Stadtgeschäfte zu unterstützen. «Shop IN» lautet die Botschaft auf Plakaten, die nun von den beiden Organisationen an das Stadtgewerbe verteilt werden. «Wir gehen bei den Geschäftsleuten vorbei, und wer das Werbematerial will, kann es verwenden», erklärt SGSo-Geschäftsführer Charlie Schmid. Bis jetzt habe er nur positive Feedbacks erhalten. «Auf das Pre-Opening der Geschäfte hin braucht es alle, um diese zu unterstützen», appelliert Schmid an die potenzielle Kundschaft, doch in Solothurn einkaufen zu gehen.

«Die Hauptbotschaft ist: Es braucht Euch!» Es gehe um das Überleben der Stadtgeschäfte, deshalb habe die SGSo die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen und die Standortförderung Espace Solothurn unter der Führung von Esther Luterbacher mit einem entsprechenden Mandat betraut. «Aber mittel- und langfristig geht es uns auch darum, den Einkaufsstandort Solothurn anzukurbeln», ergänzt Schmid.

So können die Stadt-Geschäfte ihrer Kundschaft danken. Hier das Plakat im «Mode Küng».

So können die Stadt-Geschäfte ihrer Kundschaft danken. Hier das Plakat im «Mode Küng».

Der «City Messenger» wird lanciert

Möglich geworden war die Kampagne durch einen Entscheid der Gemeinderatskommission GRK, den beiden Organisationen 118 000 Franken für Massnahmen bei der Geschäfte-Wiedereröffnung zukommen zu lassen (wir berichteten). Die Plakat-Kampagne wurde nach einem Wettbewerb unter drei Werbebüros lanciert, den das Solothurner Unternehmen JBL für sich entschieden hatte. «Dafür wurde rund ein Drittel der gesprochenen Mittel eingesetzt», so Charlie Schmid. Der grössere Rest fliesse in die Lancierung einer neuen Info-Plattform für das Solothurner Gewerbe, eines so genannten «City Messengers», der in St. Gallen «erfunden» worden war. In Solothurn sollte er laut Schmid nun «Mitte Juni stehen».

Ansonsten seien in der Stadt- und Gewerbevereinigung die Öffnungszeiten der Läden in der Wiedereröffnungsphase ein Thema gewesen. «95 Prozent haben sich dafür ausgesprochen, vorderhand auf den Abendverkauf am Donnerstag zu verzichten», erklärt der SGSo-Geschäftsführer. Auch sei man mehrheitlich der Ansicht, am Samstag die Geschäfte am Samstag um 17 statt erst um 18 Uhr zu schliessen. Im Vorfeld der Lockerungen hatte es auch Stimmen gegeben, dass man nur stundenweise oder halbtags öffnen wolle, da man angesichts des rigiden Gastro-Regimes noch kaum mit grösseren Frequenzen rechne.

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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