Landammann Peter Gomm höchstpersönlich hat das Geheimnis bei der Sankt-Ursen-Kathedrale in der Solothurner Altstadt gelüftet. Der Regierungsrat sieht in der Bahn nicht zuletzt «ein gelungenes Solothurner Joint Venture», schliesslich seien die Gondelkabinen ja in Olten gebaut worden. Und Gomm hofft darauf, dass die Seilbahn der von der Schliessung bedrohten Moutier-Bahn zu neuem Schwung verhelfen wird. Diese ist die wichtigste Zubringerin der Seilbahn-Talstation in Oberdorf.

«Die Seilbahn ist für Solothurn von grosser Bedeutung.» Dass die Gondeln in ein paar Wochen auf den Hausberg fahren werden, so Gomm, zeige vor allem eines: «Es gibt Leute, die an die Zukunft glauben. Trotz Wehmut, dass es das alte Sesseli nicht mehr gibt.»

Auch der Verwaltungsratspräsident kommt zu Wort. Urs Allemann versetzt sich in die Rolle eines Bergsteigers. Mit einer Prise Humor sprach er über die vergangenen Jahre. Wie Alltag klingt es nicht. Einmal Himmel und zurück? Man hatte den Weissenstein vor sich und blicke nun auf eine Himalaja-Expedition zurück, scherzt Allemann. «Zwar haben manche heute Blasen an den Füssen, doch nun stehen wir vor dem Gipfelsturm.»

Erstmals zu sehen war auch das «Üse Bärg 1280»-Logo, das von Monika Stampfli entwickelt wurde. Die Solothurnerin ist gleichzeitig auch Taufpatin der Gondeln.

Die 49 Gondeli der Seilbahn Weissenstein wurden von CWA in Olten hergestellt. Bei den Gondeln handelt es sich um den Bautyp Omega IV-6, LWI. Letztere Abkürzung steht für «Level-Walk-In»; das heisst, der Zustieg ist ebenerdig. Die Gondeln sind rollstuhlgängig und somit behindertengerecht. Sie bieten Sitzplätze für sechs Personen. (sva/fs)

Weissenstein-Gondeli werden in Solothurn präsentiert

Weissenstein-Gondeli werden in Solothurn präsentiert