Im vergangenen Jahr blieb am ersten August der Himmel über Solothurn dunkel. Trockenheit hatte dem beliebten offiziellen Hoch- und Barockfeuerwerk einen Strich durch die Rechnung gemacht – wie vorher letztmals im denkwürdigen Ausnahmesommer von 2003.

Besser schaut es dieses Jahr aus: Nach dem Niederschlag am Wochenende und der Entwarnung durch die Kantonsbehörden am Montag folgt nun auch die Meldung aus der Stadtkanzlei: «Nach Abklärungen mit der Feuerwehr können wir bekannt geben, dass das Feuerwerk stattfindet», sagt Stadtschreiber Hansjörg Boll über die Feierlichkeiten zum ersten August, die traditionsgemäss im Bereich der Schanze durchgeführt werden. Vorausgesetzt sind natürlich günstige Wetterbedingungen am Abend selbst.

12'000 Franken fürs Feuerwerk schon bezahlt

Da das Feuerwerk im vergangenen Jahr ausgelassen worden war, fallen für dieses Jahr keine neuen Kosten an. Budgetiert waren 12'000 Franken: Das letztjährige Material ist bei der zuständigen Westschweizer Spezialfirma Sygyp SA eingelagert. Zuständig für den Aufbau des Feuerwerks sind Spezialisten von Sygyp, aber auch Mitarbeiter des Werkhofs.

Damit herrscht in diesem Jahr ein neues Regime vor: Vor dem Werkhof hatte das mittlerweile geschlossene Kinderparadies Bohnenblust das Feuerwerk koordiniert. Und Lieferant der Ware war die Spiezer Firma Hamberger, die den Geschäftsbereich zwischenzeitlich aber an Sygip abtrat.

Budgetdebatte entscheidet über Fortsetzung

Vor dem Hintergrund der Klimadebatte wollen heuer einige Gemeinden auf ein Feuerwerk verzichten, darunter Olten. An der letzten Sitzung der hiesigen Gemeinderatskommission sei ein Verzicht fürs nächste Jahr ebenfalls diskutiert worden, informiert Boll auf Anfrage. Letztlich werde sich diese Frage aber erst im Rahmen der Budgetdebatte stellen. «Falls es künftig kein Feuerwerk mehr geben sollte, muss eine andere Form der Festivitäten gefunden werden», machte Boll deutlich. Gerade anlässlich der letztjährigen Feier ohne Feuerwerk habe man merklich weniger Publikum festgestellt. «So wie es jetzt ist, ist das Fest neben dem Gastredner stark auf das Feuerwerk ausgerichtet. Deshalb müsste man etwas anderes finden, um die Attraktivität zu bewahren.» Vorstellbar wäre beispielsweise auch ein Brunch, sinniert Boll weiter.

Doch heuer darf man sich noch auf die Fortsetzung einer Tradition freuen: Die Bundesfeier mit Festrednerin Franziska Roth, dem Tambourenverein und der Blaskapelle Konkordia Solothurn findet ab 21.15 Uhr beim Soldatendenkmal am Vaubanweg statt. Das grosse Barock- und Hochfeuerwerk wird um 22.15 Uhr auf dem Schanzenareal gezündet. Verpflegung gibts ab 20 Uhr. (ak)