Parking AG
Erfolgskurs der Solothurner Parkhäuser setzt sich fort

Die Parking AG konnte ein Gewinnplus von 17 Prozent verzeichnen. Die Aktionäre konnten deshalb von einer höheren Dividende profitieren. Sowohl Jahresbericht als auch Jahresrechnung wurden an der Generalversammlung genehmigt.

Andreas Kaufmann (Text und Foto)
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Glanzreiches Resultat besonders im «Berntor»-Parking: Erstmals überstiegen die Einnahmen eine Million Franken.

Glanzreiches Resultat besonders im «Berntor»-Parking: Erstmals überstiegen die Einnahmen eine Million Franken.

Andreas Kaufmann

Diese Worte hörten die 90 Aktionäre der Parking AG Solothurn gerne: «Wir verzeichnen einen hohen Jahresgewinn. Daraus resultiert bei entsprechender Zustimmung auch eine höhere Dividende», kündigte Verwaltungsratspräsident Niklaus Studer schon am Anfang der diesjährigen Generalversammlung an, die gestern im Hotel Roter Turm stattfand. Entsprechend lesen sich auch die Zahlen, die der Jahresrechnung zu entnehmen sind. Obwohl: Im Geschäftsjahr 2013 war der Gesamtertrag aus Kurzparking- und Dauermiete-Einnahmen mit 4,303 Mio. um 0,7 Prozent leicht rückläufig. Notabene: An den Einnahmen macht das Kurzparking jeweils rund drei Viertel aus.

Doch mit einem Ertragssprung von fünf Prozent vom vorletzten zum vergangenen Geschäftsjahr war die Messlatte auch entsprechend hoch angesetzt. Dafür konnte nun der ausgewiesene Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um gut 17 Prozent ausgebaut werden: und zwar von 786 001 auf 922 539 Franken. Das war nicht zuletzt deshalb möglich, weil die Parking AG beim Personal Einsparungen vorgenommen hatte. Konkret sind die Personalkosten im letzten Geschäftsjahr mit 1,12 Mio. Franken um fast 195 000 Franken geringer ausgefallen. Gestiegen ist hingegen der Betriebsaufwand.

Leckerbissen Dividendenerhöhung

Der Blick in die Betriebszahlen der Parking AG zeigt ein stabiles Bild. Das Parkhaus Bieltor verzeichnete 2013 total 460 325 Einfahrten, was ungefähr dem Vorjahresergebnis entspricht, dies bei gestiegenen Nettoeinnahmen von 1,62 Mio. Franken. Einen Rückgang machte sich im «Baseltor» bemerkbar. Dort sank die Zahl der Einfahrten um 0,82 Prozent auf 358 489. Ein Plus von 1,29 Prozent war im «Berntor» zu verzeichnen. Dort wurden 237 854 Einfahrten registriert. Zudem überschritten dort die Nettoeinnahmen erstmals die Millionengrenze.

Als Leckerbissen präsentierte Studer den Aktionären dann eben auch die Dividendenerhöhung von 5 auf 6 Prozent. Der Vorschlag: Vom verbleibenden Bilanzgewinn in der Höhe von 966 937 Franken werden 882 840 Franken ausgeschüttet. Entsprechend einstimmig stiess der Vorschlag des Verwaltungsrats auf Zustimmung. Ebenso genehmigten die Anwesenden auch den Jahresbericht, die Jahresrechnung und erteilten dem Verwaltungsrat Décharge.

Den Verwaltungsrat abschlanken?

Zwei zurücktretende Verwaltungsräte wurden von Niklaus Studer für ihre langjährige Amtstätigkeit verdankt. Es sind dies der bisherige Vizepräsident Marcel Sauteur und Franz Heim als Vertreter der Baloise Bank. An Heims Stelle wurde Urs Pfluger vorgeschlagen. Ausgenommen von der Wahl durch die Aktionäre waren lediglich Niklaus Studer, Andrea Lenggenhager und Pirmin Bischof, die als Vertreter der Stadt Einsitz haben. Insgesamt schrumpft der Verwaltungsrat von zehn auf neun Mitglieder. Dennoch: Einzelne Aktionäre schlugen vor, das Gremium weiter abzuschlanken. Studer machte darauf aufmerksam, dass bis auf zwei bis drei unabhängige Mitglieder allen anderen Delegierten statutengemäss ein Sitz zusteht. Er liess es den Votanten aber offen, einen Antrag einzureichen.

Dann verkündigte Studer eine anstehende Neuerung: Bereits ab Juli soll im «Bieltor» auch zur besseren Übersicht eine Restplatzanzeige zum Einsatz kommen. Dadurch wird dem Parkhausbenutzer ersichtlich, auf welcher Etage wie viele Plätze noch frei sind. Auf Anfrage hin nahm der Verwaltungsratspräsident dann auch Stellung zur Problematik grösser gewordener Personenwagen. Das Problem sei nicht so einfach zu lösen, gerade weil die Säulenstruktur die Parkfeldgestaltung bestimmt. «Und wenn wir aus drei Parkfeldern zwei machen, verlieren wir davon Hunderte.» Zudem: «Wie regeln wir es, dass jener, der mehr Platz braucht, auch mehr zahlt?» Die Lösung stehe noch aus, aber das Thema werde im Verwaltungsrat diskutiert. «Klar ist: Es wäre unfair, wenn dann ein Kleinwagenfahrer ebenso viel zahlen müsste wie der Lenker eines Geländewagens.»

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