Freude herrscht in der Kulturfabrik Kofmehl, denn dank einer erfolgreichen Spendenaktion können wichtige Investitionen in die Zukunft getätigt werden. Rolf Studer, Präsident der Stiftung zur Förderung der Jugendkultur im Kanton Solothurn, die weiterhin hinter der Kulturfabrik steht, zählt auf: «Die Dachsanierung und das Anbringen einer Photovoltaik-Anlage sind bereits erfolgt. Nun steht noch ein Ausbau der Räumlichkeiten in Richtung Osten bevor, um eine Erweiterung der Sanitäranlagen zu ermöglichen. Diese ist bereits ohne grosse Auflagen bewilligt worden.»

Und Pipo Kofmehl, Betriebsleiter der Kulturfabrik, sieht eine Realisierung des Vorhabens schon auf diesen Frühling. «Wir können das Ganze auch bei laufendem Betrieb realisieren, da wir an der Aussenseite arbeiten.» Denn üblicherweise sind grössere Arbeiten im Kofmehl erst in der rund dreimonatigen Sommerpause möglich.

Hunderte von Kleinspenden

Besonders freut Rolf Studer, dass der Spendenaufruf im vergangenen Sommer unter der Affiche «twenty five - still alive» - bezugnehmend auf 25 Jahre Kofmehl – nicht nur vier Grossspenden sondern auch hunderte von Kleinspenden nicht nur aus der Region, sondern auch aus der ganzen Schweiz gebracht haben. «Das zeigt wie verankert die Kulturfabrik Kofmehl als Institution ist und welch grosse Akzeptanz sie in der Bevölkerung sie geniesst», dankt Studer all den Unterstützern, die zum Ergebnis beigetragen haben.

Mehr als 200'000 Franken

Und dieses kann sich wahrlich sehen lassen: «Insgesamt sind seit dem Sommer mehr als 200'000 Franken eingegangen», freut sich der Stiftungspräsident. Damit könne das Investitionsprogramm des Kulturbetriebs bis ins Jahr 2020 abgedeckt werden. Pipo Kofmehl: «Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir eine nachhaltige Strategie entwickelt und sind auf einen Finanzbedarf von insgesamt 240'000 Franken gekommen.»

Mit dem Spendenergebnis könne dieser Finanzbedarf abgedeckt werden, erklärt Rolf Studer, «denn die fehlende Summe wird durch Eigenleistungen der Kofmehl-Crew erbracht.» Diese zählt rund 200 junge Leute, die sich regelmässig für das Kofmehl auch in Fronarbeit engagieren.

Eine Million Besucher

In diesen 25 Jahren ihres Bestehens – der jetzige Neubau wurde bekanntlich 2004/05 realisiert und eröffnet – hat die Kulturfabrik Kofmehl rund 5000 Konzerte organisiert und damit eine Million Gäste angezogen. «Das allein zeigt deutlich, wie stark unsere Infrastruktur dauernd beansprucht wird», zeigt Pipo Kofmehl die Notwendigkeit von ständigen Investitionen in das Haus auf. Der Input für eine Verbesserung der sanitären Anlagen sei übrigens von einer Besucherin gekommen, «und wir haben diesen sehr erst genommen», betont der Betriebsleiter.

«Wir staunen immer wieder, wie gut wir abgestützt sind», meint Pipo Kofmehl, «Und in den letzten zehn Jahren sind wir zu einem richtigen Brand für die Stadt Solothurn geworden.» Mit der besonders in Bezug auf den Werkhof eine hervorragende Zusammenarbeit bestehe. Die Kulturfabrik, die den grössten Teil ihrer Betriebskosen selbst erwirtschaftet, sei auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor geworden, betonen Kofmehl und Studer: «Jährlich fliessen 1,5 Millionen Franken von hier in die Stadt und Region zurück.»