Du musst was essen. Wir gehen schnell in die Stadt. Suteria oder Hofer?» So unterhalten sich im soeben erschienenen Erstlings-Krimi «Solothurn trägt Schwarz» von Christof Gasser die Hauptprotagonisten: der Solothurner Kantonspolizist Dominik Dornach und die stellvertretende Staatsanwältin Angela Casagrande. Die beiden sind ein Team. Dornach entstammt einer alteingesessenen Solothurner Familie, betreut als alleinerziehender Vater seine 18-jährige Tochter Pia, welche die Kantonsschule in Solothurn besucht.

Er hat Schlag bei den Frauen, ist auch kein Kostverächter, doch weiss er, dass seine Tochter empfindlich auf wechselnde und flüchtige Frauenbekanntschaften reagiert. Dornach ist der bodenständige Ermittler, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, der Führungsqualitäten besitzt, doch auch schon mal die eine oder andere Dienstvorschrift «vergisst». Angela Casagrande, eine Seconda, seit kurzem mit einer Frau liiert, ist eine temperamentvolle, energische Karrierefrau mit Hang zu Sentimentalitäten.

Die beiden werden eines Morgens zu einem grässlich verstümmelten, noch lebenden Journalisten geführt, der seine Nase wohl in Angelegenheiten steckte, die ihm offensichtlich nicht gut bekamen. Die Hauptakteure sowie ihre Kollegen der Kantonspolizei Solothurn, Ärzte des Bürgerspitals und ein paar einheimische und auswärtige zwielichtige Nachtschwärmer werden nun in einen Kriminalfall verwickelt, in dem Organhandel, ein Triebtäter und die Jagd nach jugoslawischen Kriegsverbrechern den Leser bis zum Schluss in Atem halten. Geschliffene Dialoge, rasante Verfolgungsjagden, viel Lokalkolorit, globale Politik – dieser Krimi hat alles, was man sich als Leser wünscht.

Christof Gasser (56), Manager aus Oberdorf, berichtet, dass das Schreiben schon immer sein Wunsch war und dass eine berufliche Veränderung ihn schliesslich anspornte, das Wagnis «Schreiben» anzugehen. Ein gutes Jahr verwendete er für die Niederschrift dieses Plots. «Gut informiert durch vorgängige Schreibworkshops, unter anderem bei Milena Moser», wie er betont. Dank professionellem Lektorat und einem Agenten gelang ihm auch, was selten bei einem Neu-Autor der Fall ist: Ein renommierter Verlag war bereit, das Buch in sein Programm aufzunehmen. So ist «Solothurn trägt Schwarz» nun im Buchhandel erhältlich.

Buchvernissage: Dienstag, 22. März, 20 Uhr bei Bücher Lüthy Solothurn. Weitere Lesungen: 29. 3. Schreiber, Olten; 1. 4. Lüthy, Grenchen; 16. 9. Pfarrschüür, Lüsslingen-Nennigkofen. «Solothurn trägt Schwarz», Köln, Emons Verlag Fr. 16.90.