Die Malerei, Akryl und Mischtechnik auf Leinwand, meist in einheitlich quadratischem Format des Langendörfers Christian Bader entsteht ganz aus dem Empfinden und der Freude an den Farben und dem Komponieren von Farbflächen. Die schnelltrocknende Technik begünstigt die Schichtenmalerei und den collage-artigen Aufbau des Bildes.

Das Vorgehen ist dabei sporadisch und weder von vorgefassten Vorstellungen noch thematischem Vorsatz begründet, sondern von der Stimmung geleitet. Das malerische Fortschreiten geschieht intuitiv und beruht Schritt für Schritt auf der Assoziation zum Vorangegangenen. Homolog ist die Entwicklung des Formalen zur Komposition.

Mittel dahin können Rollenabsätze und Kohlezeichen als kalligrafische Erhöhungen sein. Viele Jahre in Gränichen als Pfarrer tätig war Christian Bader erfüllt von den zahlreichen Aufgaben seines Amtes. Die Malerei hat den geborenen Solothurner schon vor der Pensionierung beschäftigt.

Die Musse dazu jedoch fehlte weitgehend. Nun hat er mit der Malerei eine neue Aufgabe sich ganz der Faszination der Farbenwelt hinzugeben und zu vertiefen. Mit dem Besuch verschiedener Kurse hat er sich weitergebildet und bestärkt durch das Echo seines Umfeldes zu einer ersten Ausstellung entschlossen.

Phänomene um den Kreis

«Ich drechsle Gefässe aus Bäumen» ist der lapidare Wahlspruch von Angelo De Moliner aus Oberentfelden. Dahinter stehen seine philosophischen Betrachtungen der Phänomene rund um den Kreis, der die Menschheit seit der Antike fasziniert hat. Die Erddrehung um ihre Achse und damit um ihr Zentrum.

Die Zeit, das Leben. Alles erscheint uns als Kreis – und wir im Lauf der Dinge mitten drin. Aufgespannt in der Drehbank dreht sich das Werkstück um die eigene Achse. Bemerkenswert ist dabei das scheinbare Kuriosum, dass De Moliner die Stammteile oft nicht in der Wuchsrichtung, sondern quer dazu einspannt. Dadurch werden die Jahrringe quasi aufgerollt und das innere Hartholz, das Herz sichtbar gemacht.

Angelo De Moliner erspürt seine Objekte bereits im Baum. Intuition und Respekt gegenüber dem Baum leiten ihn. Es gilt nur noch, sie mittels der Drehbank aus ihrer Verkleidung zu befreien, herauszuschälen.

Die Werkzeuge zu diesem Akt führt der Künstler von Hand. Der Respekt gegenüber dem Baum leitet ihn. Die Jahrzehnte, gelegentlich Jahrhunderte alte Geschichte eines Baumes ist gespeichert im Wuchs, seinen Verletzungen, seinen Verzweigungen. Sie prägen die Objekte von Angelo De Moliner.

Daher ist nicht immer sicher, wer den Gestaltungsprozess führt, der Baum mit seiner Geschichte oder seine Gestaltungsideen.

Öffnungszeiten:  Mittwoch bis Freitag von 14.30 bis 17.30 Uhr, Samstag von
11 bis 16 Uhr. Samstag-Apéro: 20. Februar, um 11 Uhr. Finissage: Samstag, 27. Februar, 11 bis 16 Uhr.