1.Mai
«Engagierter und kämpferischer» Demonstrationszug in Solothurn geplant

Am Samstag, 1.Mai 2021 soll es in Solothurn nebst einer Kundgebung auch einen Demonstrationszug geben. Dieser ist bewilligt.

Merken
Drucken
Teilen
Am 1. Mai soll in Solothurn demonstriert werden. (Archiv)

Am 1. Mai soll in Solothurn demonstriert werden. (Archiv)

Tom Ulrich

Das Reinigungs-Kollektiv Solothurn, die Freie ArbeiterInnen Union FAU und die Industrial Workers of the World IWW organisieren zusammen mit dem kurdischen Kulturzentrum, dem Dem-Kurd und der UNIA-Jugend eine 1.-Mai-Demonstration.

Die von der Polizei bewilligte Demonstration beginnt um 13.30 Uhr auf dem Amthausplatz in Solothurn, von wo aus ein Demonstrationszug stattfindet, heisst es in einer Mitteilung. Auf Anfrage bestätigt die Stadtpolizei, dass der Anlass bewilligt worden ist. Unterwegs sollen verschiedene Personen reden, die in der Reinigung, im Gesundheitssektor oder der Gastronomie arbeiten.

Die Gewerkschaftsorganisationen schreiben weiter: «Wir haben entschieden, eine engagierte und kämpferische Demonstration zu organisieren. Wir geben uns nicht damit zufrieden, den Arbeitsfrieden zu feiern. Wir wollen die Stimme der Basisgewerkschaften in die Strassen von Solothurn tragen, denn unsere Vision und unsere Praxis der Gewerkschaftsarbeit und des gesellschaftlichen Kampfes ist dem Syndikalismus der Verhandlungen und des Arbeitsfriedens, der in der Schweiz insbesondere vom SGB vertreten wird, diametral entgegengesetzt.»

Die Gewerkschaften, die auf Verhandlung und Absprachen setzen, seien nicht in der Lage, die Arbeiterinnen und Arbeiter zu verteidigen, so die Organisatoren. Die Gesamtarbeitsverträge würden sich verschlechtern und es würden «miserable GAV» unterschrieben. (mgt)

Die Organisatoren

Die drei Gewerkschaftsorganisationen gehören der Allianz der Basisgewerkschaften SYNDIBASA an, die am letzten 1. Mai gegründet worden ist. «Zusammen bauen wir in der Schweiz eine glaubwürdige Alternative auf – für einen Syndikalismus, der kämpft, um die Arbeitswelt tatsächlich zugunsten der Arbeitenden zu verändern», beschreiben sie sich.