Solothurn
Energieministerin Doris Leuthard würdigt Solothurns Erneuerung

Eine Messe zu eröffnen, die sich in ihrer Sonderschau mit dem Thema neuer Energieformen auseinandersetzt, passt gänzlich ins Metier der Energieministerin Doris Leuthard. So erwies die Magistratin der Herbstmesse zu ihrer 35. Ausgabe die Ehre.

Andreas Kaufmann
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 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
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 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
Bundesraetin Doris Leuthardt eroeffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
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 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
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 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO
 Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO

Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet die Sonderausstellung der HESO

Hanspeter Bärtschi

Unter dem Stichwort «Solothurn erneuert sich» werden an der Sonderschau alternative, nachhaltige Energieformen in den Blick genommen. «Ich freue mich, dass der Kanton Solothurn seine Erneuerung feiert», lobte Leuthard.

So liege der Industriekanton punkto Innovation in einem Sektor, wo sie mit der Logistikbranche, der Präzisionsindustrie oder der Medizinaltechnik viele Nischen habe besetzen können. Dies zeichne sich letztlich auch im solothurnischen Energiemix aus, bei dem am gesamten Energiemix Strom und Erdgas einen überdurchschnittlich Anteil ausmachen.

Viele Ungewissheiten in Sachen Technologie

Mit einem Schwenk auf die politisch bald aktuelle Energiestrategie 2050 wies Leuthard auf die unsichere Entwicklung der Technologien hin: «Wir können heute auch keine Strategie zementieren, wenn sich in den nächsten 30 bis 40 Jahren noch viele Veränderungen ergeben können.» Schliesslich appellierte die Energieministerin auch an die Gemeinden: «In der Energiestrategie ist ihre Mitwirkung nötig - ebenso wie jene der Konsumenten.»

Auch zeigte sie auf, welches Potenzial in Sachen nachhaltiger Energieversorgung im Kanton Solothurn noch möglich sei: so sei das ökologische Potenzial lediglich zu einem Viertel ausgeschöpft.
Weiter legte Leuthard den Finger auf die Problematik, dass die Schweiz rund 80 Prozent der Energie importiere. Es gehe darum, dieser Entwicklung aus Kostengründen, wegen der Unabhängigkeit vom Ausland und nicht zuletzt aus Gründen des Klimaschutzes entgegenzuwirken: «Wir müssen auch den Verlust der fossilen Energieformen wie Kohle, Gas und Kernkraft ersetzen.»

Auch die Stromverteilung spielt eine Rolle

Auch machte sie die Netzkosten zum Thema: «Vom Endkundenpreis machen diese immer bis zu 50 Prozent aus.» Neben der Effizienz (Sparpotenzial) und der Produktion spiele so auch die Verteilungsfrage eine nicht zu unterschätzende Rolle.

«An der HESO», beschloss Doris Leuthard ihre Gastrede, «bestehen gute Möglichkeiten, den Bürger darüber zu informieren, welche Unternehmen im Kanton im Bereich erneuerbaren Energien tätig sind und welches die politischen Energieziele sein werden.»

«S'isch immer eso gsi», bleibt aber nicht so...

Umrahmt wurde die Eröffnungszeremonie von Klängen der «Band of The Blues and Royals». Bezeichnenderweise schlossen sie ihren stimmungsvollen Vortrag mit dem «Solothurner Lied». Dabei steht - wie auch HESO-Präsident Roger Saudan fand - das bekannte Bonmot «Es isch immer eso gsi» im gänzlichen Gegensatz zu «Solothurn erneuert sich». Wie Saudan einleitend erklärte, erhitze das «Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation» die Gemüter, sei aber letztlich dann doch «ein Gewinn für alle.»