Die besten Plätze waren früh vergeben. Die einheimische Fangemeinde der gebürtigen Feldbrunnerin war in grosser Zahl erschienen und nutzte die Gelegenheit, die sympathische Musikerin zusammen mit ihrer Band einmal live zu erleben. Burki beherrscht das Alphorn wie keine andere und pendelt zwischen den grossen Bühnen der ganzen Welt und Solothurn hin und her.

Es war in der Tat ein musikalisches Feuerwerk, das auf das staunende Publikum niederprasselte und diesem immer wieder lang anhaltenden Applaus entlockte.

Eliana Burki spielt Alphorn, seit sie sechs Jahre alt war. Doch als sie sich als Teenager entschied, ihre Lehre abzubrechen, um sich voll ihren musikalischen Ambitionen zu widmen, gab es zu Hause einen kleinen Aufstand. «Eliana war nicht von ihrer Idee abzubringen», erzählte der Sportarzt Adrian Burki beim von der Stadt offerierten Apéro nach dem grossen Auftritt. Schliesslich ermöglichten ihr die Eltern Stunden beim Alphornkomponisten Hans-Jürg Sommer. Doch das genügte Eliana Burki nicht. Früh schon spürte sie, dass dem Alphorn mehr zu entlocken ist als die bekannten Klänge. So entschied sie, keine gewöhnliche Alphornbläserin zu werden und das Alphorn aus dem traditionellen Kontext herauszureissen. «Sie hat nur ein einziges Mal eine Tracht getragen», blickt der Vater zurück.

Eine Frau in der Männerwelt

Eliana Burki liebte Blues und Jazz und liess diese Musikrichtungen in ihr Instrument einfliessen. Das ging so weit, dass ihr Lehrmeister ihr riet, ihren eigenen Weg zu gehen. Und so entwickelte sie ihren eigenen Musikstil und wurde zur heute weltweit bekanntesten Alphornspielerin in einem von Männern dominierten Musikbereich.

Heute tourt Eliana Burki mit der von ihr gegründeten Band durch die ganze Welt und begeistert mit ihrem Alphorn und ihren Neuentwicklungen wie dem Alphornsaxophon Massen von Menschen. Welche Perfektion und Leidenschaft dahintersteckt, bekam auch das Publikum in Solothurn zu spüren. Mit Songs wie «Blues von Soleure» und «Homesick» liess die einheimische Musikerin durchblicken, wie sehr sie sich mit ihrer Heimat verbunden fühlt und wie volksnah sie geblieben ist.

Kurt Fluris Seitenhiebe

Traditionsgemäss wünschte auch Stadtpräsident Kurt Fluri dem Publikum ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr und machte sich Gedanken über die anstehenden Geschäfte. «Die Top-5-Fusion wird uns weiterhin beschäftigen», blickte er in die Zukunft. Selbst wenn diese an der Urne nicht angenommen werde, werde das Thema nicht verschwinden und in 5, 10 oder 15 Jahren wieder aktuell werden. Aber auch der neue Finanzausgleich und die Finanzpolitik im Generellen stünden auf der Traktandenliste. «Unsere Finanzlage ist nicht rosig, aber keineswegs dramatisch», beruhigte er.

Wenn es ohne weiteres möglich sei, von der Stadt Olten einen grossen Teil der Stadtpolizisten zu übernehmen, könne es mit den kantonalen Finanzen nicht so schlimm stehen», witzelte Fluri.

Der Stadtpräsident gab aber auch seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Neu- oder auch Wiedereröffnung des Stadttheaters vor der Türe steht, und erinnerte daran, dass das Symphonieorchester Biel künftig vermehrt auch in Solothurn gastieren wird.