«Öufi Chuchi»
Elf Männer wollen in Solothurn an den Herd – und gründen einen Kochklub

Elf Männer gründeten in Solothurn einen Kochclub. Dieser soll aber nicht nur den Mitgliedern offen stehen. Ein Stand am Märetfescht oder am Streetfood-Festival sind bereits angedacht.

Yvonne Aregger
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Der Vorstand der «Öufi Chuchi» setzt sich zusammen aus (v. l.): Paolo Garrisi, Matthias Kaiser und Marco De Cubellis.

Der Vorstand der «Öufi Chuchi» setzt sich zusammen aus (v. l.): Paolo Garrisi, Matthias Kaiser und Marco De Cubellis.

Yvonne Aregger

Vor nicht allzu langer Zeit wurde im Restaurant Zunfthaus zu Wirthen feierlich ein Männerkochclub gegründet. Er trägt den Namen «Öufi Chuchi – Men’s Cooking Club» und war die Idee von Matthias Kaiser. Die Statuten des neuen Vereins sind zwar etwas ungewöhnlich, aber genau deshalb auch interessant.

Grosses Interesse

«Der Kochclub hat exakt elf Mitglieder, und alle sind Männer, das steht so in den Statuten geschrieben. Der Plan ist, dass wir an elf Abenden im Jahr im Schulhaus Hermesbühl gemeinsam kochen», erklärt Kaiser. Jedes Mitglied plane dabei einmal im Jahr das Menu und erledige den Einkauf. «Zusätzlich haben wir einen Kellermeister, der für den Wein zuständig ist», fährt Kaiser fort. Er sitzt gemeinsam mit seinen Kollegen Paolo Garrisi und Marco De Cubelis in der Gartenwirtschaft des Restaurants zu Wirthen. Die drei Herren und Hobbyköche in spe bilden den Vorstand des Kochclubs.

«Der Kochclub war meine Idee», erzählt Kaiser. Er sei gelernter Koch, arbeite nun aber in der Logistikbranche. «Ich vermisse das Kochen und die damit verbundene Kreativität. Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, einen Kochclub zu gründen.» Nun wird der Gedanke Realität. Die elf Plätze in der «Öufi Chuchi» sind bereits belegt. «Wir hätten auch zwei Clubs gründen können, so gross war das Interesse.»

Die Männer, die sich nun als Gründermitglieder der «Öufi Chuchi» bezeichnen dürfen, kommen aus den verschiedenen Berufsfeldern und sind alle in einem unterschiedlichen Alter. «Diese Mischung macht es interessant, so kommen verschiedene Ideen und Ressourcen zusammen», meint Kaiser. Paolo Garrisi ergänzt: «Ich kann nicht wirklich kochen, höchstens einfache Dinge. Aber ich freue mich darauf, dies zu ändern und viel Neues in der Küche zu lernen.» Kochen wollen sie «Alles was auf den Teller kommt», sowohl Schweizerisches als auch Internationales.

«Wir wollen Menus kochen, die nicht alltäglich sind», erklärt Kaiser. Es solle ja eine Herausforderung sein und Spass machen.

Die Statuten sehen zwar vor, dass der Verein nicht mehr als elf männliche Mitglieder hat, dennoch gibt es auch für Nicht-Mitglieder eine Möglichkeit mitzumachen. «Wir laden zu jeder ‹Chochete› Interessierte als Gäste ein. Sie können mit uns kochen und so auch teilnehmen. Die Daten und Ankündigungen erfolgen in den sozialen Netzwerken.»

Fähigkeiten und Freundschaft

Der Zweck des Vereins ist breit gefächert: «Es geht einerseits darum die gastronomischen Fähigkeiten im Kochen und in der Weinkunst aufzubauen oder zu erweitern und andererseits geht es auch um Freundschaft und darum eine Leidenschaft zu teilen.»

Ziele verfolgt die «Öufi Chuchi» grosse. «Vielleicht betreiben wir einen Stand am nächsten Märetfescht oder am Streetfood-Festival», erklärt Marco De Cubelis begeistert. Ausserdem wären sie auch bereit für Privatpersonen an Geburtstagen oder Ähnlichem zu kochen.

Fest steht, dass die drei Herren mehr als genug Motivation für ihr Projekt haben. «Es steht einiges auf unserem Programm», lacht Kaiser. «Irgendwann wollen wir vielleicht sogar Vereinsreisen machen.» Vorerst kochen die elf Männer aber in der schönsten Barockstadt der Schweiz. Diesen Donnerstag treffen sich die elf für die erste «Chochete», zur Vorspeise werde es ein Solothurner Wysüppli geben, so viel stehe schon fest.