Solothurn
Eisenplastik von Schang Hutter soll renoviert und wieder aufgestellt werden

Die 22 Meter hohe Eisenplastik von Schang Hutter, die während 18 Jahren vor der Kantonsschule Solothurn stand, soll saniert und wieder aufgestellt werden. Dies versicherte die Regierung bei der Behandlung einer Interpellation im Kantonsrat.

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Zur Demontage der Skulptur ist ein Kran nötig.
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Statiker Urs Emch begleitet die Demontage.
Schnee und Kälte beeinflussten die Abbauarbeiten nicht, sagt Emch.
Abbau der Eisenplastik von Schang Hutter vor der Kantonsschule Solothurn
Das Lösen der Schrauben birgt die Gefahr, dass die Elemente zu schwingen beginnen und das Schulgebäude treffen.
Der rostige Riss auf der rechten Seite zeigt die Folgen des Wasser, das sich im Stamm gesammelt und durch die Kälte ausgedehnt hat.

Zur Demontage der Skulptur ist ein Kran nötig.

ckk

Die Bedeutung der Skulptur wurde von fast allen Fraktionen hervorgehoben. Es handle sich um ein ausserordentliches Werk von einem ausserordentlicher Künstler, sagte Daniel Urech für die Grünen. Damit sei Hutter gelungen, die Schwerkraft zu überwinden.

Marie-Theres Widmer kritisierte als Sprecherin der CVP/EVP/BDP/GLP-Fraktion einzig, dass das für die Kanti Solothurn wichtige Kunstwerk demontiert wurde, ohne dass bisher etwas für die Sanierung unternommen worden sei.

Die geschätzten 75'000 Franken Sanierungskosten seien seiner Meinung nach sehr hoch und unverhältnismässig, zumal das Werk selber nur 120'000 bis 140'000 Franken gekostet habe, sagte der Interpellant Roberto Conti (SVP). Er schlug für die Finanzierung der Sanierung eine Crowdfunding-Aktion vor.

Das Kunstwerk gehöre zu den wichtigen Werken von Hutter, hatte die Solothurner Regierung bei der Beantwortung des Vorstosses geschrieben. Die Schulleitung und viele Personen aus dem Solothurner Kulturleben hätten sich in letzter Zeit wiederholt dafür eingesetzt, dass die Eisenplastik möglichst bald saniert am alten Standort aufgestellt werde.

Die Skulptur war im November 2013 aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Einzig der mehrere Meter hohe Tragstamm wurde an Ort und Stelle belassen. Seither lagert das Kunstwerk auf dem Borregaard Areal in Luterbach. Die Regierung will die Kosten für die Sanierung im Budget für das kommende Jahr unterbringen.

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