Präsidentenwechsel

Einsiedelei St. Verena: Ära Dieter Bedenig ging zu Ende

Roland Heim (l.) löst Dieter Bedenig als Präsident ab.

Roland Heim (l.) löst Dieter Bedenig als Präsident ab.

Die Gesellschaft der Einsiedelei St. Verena wurde als Förderverein bereits 1810 gegründet, allerdings in den Wirren der Zeit bereits 1813 wieder aufgelöst. 180 Jahre später, gegen Ende des 20. Jahrhunderts, wurde sie neu gegründet.

Ihre Aufgaben sind die Unterstützung von Restaurierungs- und Unterhaltsarbeiten an den Gebäuden und Kunstdenkmälern der Einsiedelei und ihrer Umgebung sowie die Veranstaltung kultureller Anlässe wie Führungen, Vorträge und Ausstellungen zur Verenaschlucht, zur Einsiedelei und zum Meditationsweg.

Dazu arbeitet die Gesellschaft eng mit der Bürgergemeinde Solothurn, der Stiftung Kreuzen und mit der Denkmalpflege des Kantons zusammen.

Seit 1993 hat sie über 550 000 Franken in die Einsiedelei investiert. Das bedeutendste Projekt war die Wiedererrichtung des Kreuzweges aus dem Jahr 1613 als zeitgemässer Meditationsweg.

Wie im frühen 17. Jahrhundert konnten Solothurner Familien als Stifter der einzelnen Stationen gewonnen werden.

Jahresbericht als Geschichtslektion

Dies und viel weiteres Interessantes waren dem Jahresbericht des scheidenden Präsidenten Dieter Bedenig zu entnehmen. Noch mehr ist seiner Abhandlung «Kurze Geschichte der Gesellschaft ...» zu entnehmen, die im Juni dieses Jahres herausgekommen ist.

Eine lesenswerte Würdigung, ergänzt mit einem Überblick über die Stationen des Meditationsweges, einem Literaturverzeichnis und der Liste der Vorstandsmitglieder seit 1810.

Dabei fällt auf, dass die Gesellschaft bis anhin lediglich drei Präsidenten kannte: Ratsherr Ludwig von Roll (1810 bis 1813), Werner Baumgartner (1993 bis 1997) und Dieter Bedenig (1997 bis 2012).

Jetzt ist mit Kantonsrat Roland Heim ein vierter dazugekommen. Bedenig zeigte sich glücklich, ihm einen funktionierenden Vorstand übergeben zu können: Roland Heim (Präsident); Hans Ruedi Hug (Aktuar und Vize-Präsident); Heinz Brunner (Kassier); Paul Feser (Delegierter der Bürgergemeinde); Toni Flury (Bauten, Gemeinde Rüttenen); Til Frentzel (Steinrestaurierungen); Madeleine Simmen (Martinsfeiern, Anlässe); Madeleine von Roll (Sekretärin, Stiftung Kreuzen); Hans-Jörg Weyermann (Mitgliederverwaltung).

Der Verein ist finanziell gesund, wenn im letzten Jahr auch ein kleines Defizit von 1700 Franken resultierte, wie Kassier Heinz Brunner berichtete.

Für das nächste Jahr sieht er bei Einnahmen von 25 000 Franken einen Überschuss von 2000 Franken vor. Auf dieser Basis wurde auch das Programm genehmigt, das neben der Martinsfeier am 11. November fünf Führungen und zwei Mal geselliges, historisches Tanzen beim Wengistein vorsieht (Infos:www.einsiedelei.ch).

Aktuar und Vizepräsident Hans Ruedi Hug würdigte die 15 Jahre Wirken des abtretenden Präsidenten. Mit grosser Zielstrebigkeit habe Dieter Bedenig die Erfüllung der Zweckartikel angestrebt und den Vorstand mitgezogen.

Nach der Wiederherstellung des Kreuzwegs und vielen Restaurierungsarbeiten sei die Sanierung von Glockenturm, Uhr- und Schlagwerk der Martinskapelle seine grössten erfolgreichen Vorhaben gewesen. Der Empfehlung, Dieter Bedenig zum Ehrenmitglied zu ernennen, folgte die Versammlung mit anhaltendem Applaus.

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