Solothurn
Einiges ist neu am Aareschwimmen

Diesen Samstag wird die Aare wieder zur «Rennstrecke» für Wasserratten. Aber einiges wird neu sein am Aareschwimmen.

Katharina Arni-Howald
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Miteinander gegeneinander um die Wette schwimmen - für eine ist es Plausch, für andere Ambition

Miteinander gegeneinander um die Wette schwimmen - für eine ist es Plausch, für andere Ambition

Solothurner Zeitung

«Das geht nicht.» Mit diesem Satz wehrten sich im vergangenen Jahr Hansjörg Burkhard, Peter Rüttimann und Stefan Ryser gegen den Entscheid des Schwimmclubs Solothurn, das Aareschwimmen aus finanziellen und personellen Gründen nicht durchzuführen.

Zu diesem Entscheid beigetragen hätten, so der Vorstand des SCSO damals, einerseits das schlechte Wetter der vergangenen Jahre, das immer wieder dazu geführt habe, dass das beliebte Volksschwimmen wegen des hohen Pegelstandes der Aare habe abgesagt werden müssen.

Ein weiteres Argument war, dass die Vereinssparte Wasserball, die das Aareschwimmen seit Jahren betreut hatte, nicht mehr existiere.

Die drei mit dem Schwimmsport verbundenen Solothurner gaben sich jedoch mit den vollendeten Tatsachen nicht zufrieden und entschlossen sich, das Heft selbst in die Hand zu nehmen.

Was auf die drei Mitglieder des inzwischen gegründeten Trägervereins «Aareschwimmen Solothurn» zukam, war alles andere als einfach. «Es herrschten chaotische Zustände. Wir wurden förmlich ins kalte Wasser geworfen», erinnert sich Stefan Ryser und bedauert, dass sich der SCSO wenig kooperativ zeigte.

Glücklicherweise stand den Mutigen die Sektion Solothurn der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG zur Seite, die das 1934 aus der Taufe gehobene Aareschwimmen (damals hiess es noch «Quer durch Solothurn»), zusammen mit dem Schwimmclub Solothurn in den letzten Jahren organisiert und durchgeführt hatte.

Impressionen vom Aareschwimmen 2015
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Bei der Anmeldung
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Auch Lifeguards sind vor Ort
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Impressionen vom Aareschwimmen 2015

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Mit der Zeit gehen

Doch das war im vergangenen Jahr. «Jetzt hatten wir genügend Zeit zum Vorbereiten und neue Sponsoren zu suchen», freut sich Stefan Ryser. Die Idee, das Aareschwimmen nicht mehr am Sonntag, sondern an einem Samstagnachmittag unmittelbar nach den Sommerferien durchzuführen, hatte bereits im letzten Sommer ein positives Echo ausgelöst.

Für die neuen Organisatoren ist klar: «Wenn wir die Jungen ansprechen wollen, müssen wir uns ihren Lebensgewohnheiten anpassen und die sozialen Medien nutzen.» Zudem sei der Samstag ein Tag, an dem viele Leute in der Stadt weilten und die Aareufer belebt seien, was am Sonntag nur beschränkt der Fall war. Gefördert werden sollen in diesem Zusammenhang auch die Plauschgruppen, die ebenfalls für die junge Generation attraktiv sein könnten.

Die Festwirtschaft, die in den letzten Jahren unter der Rötibrücke angesiedelt war, wird zwischen die Aareplattform und das Solheure verlegt. «Unter der Brücke fehlte das Ambiente», weiss Stefan Ryser aus Erfahrung. Bereits Früchte getragen hat das neue Sponsoring-Konzept. Zu den neuen Sponsoren gehört unter anderen die Eidgenössische Gesundheitskasse EGK.

Das finanzielle Ziel ist damit aber noch nicht erreicht. «Auch bei einer kurzfristigen, wetterbedingten Absage wollen wir den Anlass ohne finanziellen Verlust abschliessen», blickt Ryser optimistisch in die Zukunft. Ambitiös ist der Wunsch, einst ohne Startgelder auszukommen.

Unrealisierbar ist dieses Anliegen jedoch nicht. Bereits in diesem Jahr konnte das Startgeld dank den Sponsoren und zur Freude der Teilnehmenden auf 20 Franken gesenkt werden. Plauschgruppen zahlen 150 Franken pro Gruppe.

Auf Wunsch gibt es für die Schwimmenden eine Medaille für zusätzlich 5 Franken. Neu eingeführt hat das ehrenamtlich tätige Organisationskomitee auch einen Gönnerbeitrag von mindestens 50 Franken. Mit diesem sollen Schwimmende und Freunde des Traditionsanlasses den Verein unterstützen und seine weitere Existenz sichern.

Auch wenn vieles auf gutem Weg ist, fehlen dem neuen Verein noch die Helfer für das Sekretariat, die Infrastruktur, die Sponsorenbetreuung und beispielsweise Kinder, die «Lösli» verkaufen. Ryser bedauert, dass deswegen in diesem Jahr auf eine Tombola verzichtet werden muss.

Das diesjährige Aareschwimmen findet am Samstag, 13. August zwischen 15 und 20 Uhr statt. Die Strecke führt von der Badi zum Anlegesteg beim Solheure. Nebst der SLRG werden die Solothurner Kajakfahrer sowie die Stadt- und Kantonspolizei für die Sicherheit der Schwimmenden sorgen. Die erste Gruppe nimmt die 1,3 km lange Strecke um 15.30 Uhr in Angriff. Die Plauschgruppen starten um 17 Uhr. Die Rangverkündigung erfolgt um 20 Uhr auf dem Festgelände. Weitere Informationen gibt es unter www.aareschwimmen.ch