Kapuzinerkloster
Eine Portion Röschti essen und dabei etwas Gutes tun

Der bereits zum achten Mal durchgeführte Anlass im Kapuzinerkloster zugunsten der Gassenküche hat sich etabliert und gehört im Herbst bereits zum Jahresablauf. Mit dem Erlös einer Portion Röschti können gleich vier warme Mahlzeiten ausgegeben werden.

Katharina Arni-Howald
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Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
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Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rund 300 Personen waren am Samstagmittag im Kapuzinerkolster.
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn
Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn

Rösti Essen im Kapuzinerkloster Solothurn

Isabel Mäder

Die rund 300 Personen, die am Samstagmittag zum Kapuzinerkloster unterwegs waren, hatten etwas Besonderes im Sinn: Sie wollten ihren Hunger mit einem Teller Röschti stillen und etwas für jene tun, die am Rande der Gesellschaft stehen. «Ich bin seit Beginn dabei und möchte diesen Anlass nicht missen», sagt etwa Priscilla Grob. Ihre Stimme geht unter im Stimmengewirr des voll besetzten Refektoriums des Kapuzinerklosters. Ihre beiden Freundinnen Renate Strub und Charlotte Rüefli nicken. Die ersten drei Male sei Hackbraten an einer Rotweinsauce und Kartoffelstock serviert worden, was auch sehr gut gemundet habe. Auf dem Tisch, an dem die drei Frauen sitzen, dampft es aus währschaften Pfännchen. «Röschti-Variationen» steht auf der Menükarte. Gemeint sind die verschiedenen Beilagen wie Spiegeleier mit Speck, Käse, Cervelats und gerösteten Zwiebeln. Selbst ein Kindermenü wird angepriesen. Der Erlös aus dem Röschti-Essen kommt wie immer der Gassenküche zugut.

«Essen war wunderbar»

Die drei Frauen sind bereits beim Kaffee angelangt und ziehen gemeinsam Bilanz: «Das Essen war wunderbar und der Kaffee sogar besser als im Vorjahr. Wahrscheinlich haben sie eine neue Kaffeemaschine.» Das Duo, das das Ambiente musikalisch bereichern sollte, hat einen schweren Stand. Die Musik geht völlig unter. Die Gäste haben sich einiges zu erzählen. Sie sind gut gelaunt und loben die wunderbare Atmosphäre. Unweigerlich kommt einem das Solothurner Lied in den Sinn: «Alli Johr es Galafrässe und e guete Wy, Christe, Heide, Katholike, alles isch derby.»

Küche arbeitet sehr speditiv

Die Küche, in der Mitarbeitende der Perspektive am Werk sind, arbeitet unglaublich speditiv. Kaum ist die Röschti bestellt, steht sie schon auf dem Tisch. Eine gute Vorbereitung ist alles. Bereits am Freitag hat die Küchenmannschaft unzählige Kartoffeln geschält, Zutaten bereitgestellt und Weinregale gefüllt. Ein wahres Fitnesstraining absolviert auch das Servierpersonal, bestehend aus unzähligen VIPs aus Politik, Medien und anderen Institutionen und Organisationen.

Kein Zweifel: Das zum achten Mal durchgeführte Röschti-Essen der Perspektive hat sich etabliert und gehört im Herbst zum Jahresablauf.

Zum ersten Mal dabei ist das Ehepaar Kälin. Warum das so ist, erläutert Stefan Kälin: «Ständerat Pirmin Bischof hat in einer Sendung am Fernsehen auf den Anlass aufmerksam gemacht, da haben wir uns entschlossen, hinzugehen und das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.» Zudem sei es eine gute Gelegenheit, das Kloster einmal von innen zu sehen. «Es ist schade, dass es in Solothurn keine Kapuziner mehr gibt, aber diese Gelegenheit hätten wir sonst nicht gehabt.» Pirmin Bischof treffen wir später unter dem Servierpersonal. Er schmunzelt: «Wahrscheinlich hätte ich das nicht tun dürfen.» Wirkung gezeigt hat es allemal.

Eine positive Bilanz

Die Geschäftsleiterin der Perspektive, Karin Stoop, zieht jedenfalls eine positive Bilanz: Sie rechnet mit mehr Einnahmen als im vergangenen Jahr. «Mit dem Erlös einer Portion Röschti können in der Gassenküche vier warme Mahlzeiten ausgegeben werden», freut sie sich. «Die Gassenküche ist ein Ort der Begegnung und helfe, die soziale Ausgrenzung und Isolation randständiger Menschen zu verhindern.»

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