Markt-Kochbuch

Eine kulinarische Liebeserklärung an den Solothurner Märet

© Solothurner Zeitung

Der «Soledurner Märet» ist in aller Munde – jetzt erst recht: Ein 96-seitiges Kochbuch enthüllt, was sich aus den Marktwaren alles auf den Tisch zaubern lässt.

Was wird Feines mit den Köstlichkeiten zubereitet, die am «Märet» gekauft werden? Autorin Renate Matthews und Fotograf Markus Zuber sind dieser Frage nachgegangen und haben am Markt Rezepte und Bilder gesammelt. So entstand ein Markt-Kochbuch mit Rezepten von Kunden sowie Händlern. Jedes Rezept wurde mit Fotos ausgeschmückt, und auch verschiedene Orte rund um die Stadt und in der Stadt sind im Kochbuch bildlich festgehalten. «Die Idee zur Buch-Reihe ist in Luzern bei einem Bummel auf dem Markt entstanden – besser gesagt beim anschliessenden obligaten Kaffee», sagt Matthews. Das erste Buch nahm demnach den Luzerner Markt ins Visier. Das Interesse war riesig, sodass innerhalb eines halben Jahres bereits die ganze Auflage abgesetzt war. Später folgten Zürich, Bellinzona, nun sind Bern und Solothurn an der Reihe.

Eine Perle unter den Märkten

Der Solothurner Markt sei auch für sie eine Entdeckung gewesen. «Schon bald nach dem ersten Buch wurden wir auf andere beliebte Schweizer Märkte hingewiesen», sagt Matthews. Viele hätten vom Solothurner Markt geschwärmt. Das Angebot stimme, sei vielfältig und überschaubar. Es herrsche eine gute Stimmung in Solothurn, man trifft sich, geniesst den Morgen und trinkt Kaffee miteinander. «Da überzeugten wir uns selber und bemerkten, dass der ‹Märet› in Solothurn eine Perle unter den Märkten ist», sagt Matthews.

Positive Rückmeldungen

«Ich denke es freuen sich alle auf das Buch. Wir erhielten durchwegs gute Kommentare zur Idee», sagt Matthews zufrieden. Niklaus Bolliger, Präsident der Interessengemeinschaft Wochenmarkt Solothurn, und seine Frau seien für sie eine grosse Hilfe gewesen. «Sie haben uns freie Hand gelassen, halfen aber jederzeit weiter, falls Probleme auftauchten», so Renate Matthews.

Es sei anfangs nicht so einfach gewesen, Rezepte zu bekommen, da viele Menschen privat sehr spontan kochen und so die besten Essen entstehen. Wenn sie dann ihr Geheimnis aufschreiben sollten, haben sie sich damit teils schwer getan. «So haben wir manchmal auch nur Rezeptideen bekommen und dann selber ‹gepröbelt›», sagt die Autorin. Beim Solothurner Kochbuch hätten sie eine sehr schöne Vielfalt aus allen vier Jahreszeiten und zu allen Kategorien von Gerichten zusammentragen können. So seien die Rezepte sehr spannend, kreativ und gut nachkochbar.

Eine Liebeserklärung

Ein Jahr lang habe die Arbeit am Kochbuch gedauert und «es hat sich mehr als gelohnt», sagt Matthews. Sie hätten viele Stunden am Markt in Solothurn verbracht – dies bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit. «So haben wir spannende Menschen, stolze Produzenten und Produzentinnen sowie qualitativ hochwertige Produkte kennengelernt.» Das Kochbuch sei eine hundert Seiten starke Liebeserklärung an die Barockstadt Solothurn, und ihren «Märet», oder wie Wettermoderatorin Sandra Boner auf der Aufschlagseite des Buches schreibt: «Der Solothurner Markt, ist der schönste, den ich kenne.»

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