Solothurn

Eine Interpellation der SP fordert quartiernahe Kindertagesstätten

Eine Kita für die Weststadt? Derzeit noch ein Thema. (Symbolbild)

Eine Kita für die Weststadt? Derzeit noch ein Thema. (Symbolbild)

Die Weststadt ist ein «sehr bevölkerungsreicher Stadtteil mit überdurchschnittlich vielen Kindern», so erstaune es, dass es in diesem Stadtteil keine Kindertagesstätten gibt, steht in der Interpellation der SP geschrieben. Zudem habe man dort Baulandreserven und wenn der Weitblick weiterentwickelt wird, dann sei mit einem weiteren Bevölkerungswachstum zu rechnen. So stellen die Interpellanten die Frage an die Stadt, ob sie etwas gegen die ungleiche Verteilung der Kindertagesstätten über die Quartiere zu machen gedenkt.

Die Stadt hält als Erstes fest, dass sie mit den Interpellanten einverstanden sind, dass Kinderbetreuung wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Chancengleichheit, gegen Fachkräftemangel und Familienarmut sei. In Sachen Kindertagesstätten sei Solothurn eine Musterschülerin: «Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Städten der Schweiz hat es ein Überangebot an Kitaplätzen.» Es wird an die Schliessung der Kita Fauna von diesem Sommer verwiesen – Corona sei schuld. Das gesamtstädtische Angebot sei also schon genügend gross. Die ungleiche Verteilung sei historisch entstanden. Die Betreuungsangebot würden alle auf privaten Initiativen fussen und die Stadt habe dort nicht lenkend eingegriffen. Es sei heute auch nicht möglich, diese Institutionen zu zügeln.

Kinder könnten nach Bellach gehen

Heute gehen 19 Kinder aus den Quartieren Wildbach, Brunngraben und Oberes Brühl in eine Kita. Doch bei der Planung des Weitblicks könne der Aufbau einer weiteren Kita angegangen werden, «wenn die Nachfrage nachgewiesen wäre». Heute jedoch gäbe es keine offensichtlich grössere Nachfrage.

Ausserdem würde in zwei Jahren die Kita Tubeschlag nach der Renovation ihres Gebäudes wieder in die Bielstrasse zurückkehren. In unmittelbarer Nähe der Weststadt gäbe es auch die Kita Momo. Die befindet sich allerdings auf Bellacher Boden. Wenn denn die Subjektfinanzierung eingeführt werde, dann «sei es durchaus denkbar, dass Betreuungsgutscheine der Stadt auch in Einrichtungen der Nachbarsgemeinden eingelöst werden können. (jfr)

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