Ferienpass
Eine historische Entdeckungsreise voller Abenteuer

Gemeinsam mit Katrin Käch, Leiterin des Kurses «Abenteuer in Solothurn», machten sich sechs Kinder auf eine historische Entdeckungsreise durch die schönste Barockstadt der Schweiz.

Yvonne Aregger
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Ferienpass Solothurn - Abenteuer in der Stadt
17 Bilder
 Von der Sommerhitze gehts in die kühle St.Ursenkathedrale.
 Die Geheimnisse der St.Ursenkathedrale kennenlernen.
 Die Teilnehmer sind mit einem Kinderstadtführer unterwegs.
 Stadtführerin Katrin Käch führt die Ferienpässler über das Solothurner Kopfsteinpflaster
 Katrin Käch hat Einiges zu erzählen.
 Wie viele Stufen hat die St.Ursentreppe?
 Beim Eingang des Naturmuseums wird der Bär begrüsst
Im Naturmuseum beschäftigen sich die Kinder mit längst vergangenen Zeiten, dem Jurameer und Versteinerungen
 Im Naturmuseum beschäftigen sich die Kinder mit längst vergangenen Zeiten, dem Jurameer und Versteinerungen
 Hier ist einmals der Goldbach durchgeflossen

Ferienpass Solothurn - Abenteuer in der Stadt

Hanspeter Bärtschi

Kindern die Geschichte einer Stadt näher zu bringen, ist kein leichtes Unterfangen. Was viele in späteren Jahren als Stadtführung oder Sightseeing geniessen, finden Kinder meist nur mässig interessant. Der Ferienpass Solothurn hat dennoch eine Möglichkeit gefunden, eine abenteuerliche Stadtführung für die ganz Jungen zu organisieren.

Das Abenteuer beginnt vor dem Tourist Center nahe der St. Ursenkathedrale. Dort erhalten alle ein Heft, das sie in den nächsten zwei Stunden durch Solothurn führt. Unterwegs sollten die Rätsel im Heft gelöst werden und schliesslich zu einem Lösungssatz führen. Der erste Ort, der besucht wird, ist die St. Ursenkathedrale. Dort erfahren die Kinder von Kursleiterin Katrin Käch, dass der berühmte Solothurnerstein teilweise Versteinerungen enthält und diese ursprünglich Tiere und Pflanzen waren. Die versteinerten Wesen führen die Gruppe ins Naturmuseum. Auf dem Weg dorthin müssen die Kinder ein erstes Rätsel lösen.

Im Naturmuseum werden die Versteinerungen, die im zweiten Stock ausgestellt sind, näher betrachtet. Nachdem alle Kinder eine versteinerte Schnecke in ihr Heft gemalt und dieser einen Namen gegeben haben, verlassen sie das Naturmuseum, um sich auf die Suche nach dem Palais Besenval zu machen.

Zur Zeit der reichen Fürsten und der schmutzigen Aare

Nicht lange und das Palais Besenval wird entdeckt. Katrin Käch erzählte den neugierigen Kindern von der reichen Familie Besenval, die einst in diesem riesigen Haus wohnte. Die Familie war durch den Handel mit Salz zu solch grossem Reichtum gelangt. Salz sei früher noch wertvoller als Gold gewesen.

Weiter führt die Entdeckungsreise die Ferienpass-Kinder durch die Theatergasse hinab bis zur Goldgasse. «Dort ist früher ein Bach herabgeflossen. Dieser Bach entlang der Goldgasse trug den Namen Goldbach», erklärt Katrin Käch. Der Goldbach sei sehr wichtig für die Bewohner der Stadt gewesen, denn er konnte vielseitig genutzt werden und bot – im Gegensatz zu der damals sehr schmutzigen Aare – sauberes Wasser.

Steine, die ärgern und Steine, die schützen

Die Goldgasse führt die Gruppe zum berühmten «Füdlistein». Diesen finden die Kinder besonders lustig. Früher, erklärte Katrin Käch, hatten die Solothurner ab und an kleine Streitereien mit den Bernern. Um diese zu ärgern, stellten sie den «Füdlistein» beim Berntor auf. So wurden die Berner in Solothurn von einem «Füdli» begrüsst. Die nächste Station ist der Überrest der Römermauer in der Löwengasse. Die Kinder staunen, als Katrin Käch ihnen erzählt, wie gross und stark die Mauer zur Römerzeit war und wie viele Steine für den Bau der Stadtmauer verwendet wurden. Damals hiess das heutige Solothurn noch Salodurum.

Eine abenteuerliche Reise geht zu Ende

Auf einer Entdeckungsreise durch Solothurn darf der Zeitglockenturm natürlich nicht fehlen. Die Kinder erfahren, dass oben im Turm jeweils ein Mann gesessen hatte. Mit Trompetenstössen teilte er den Stadtbewohnern die Uhrzeit mit und nutzte sie auch, um die Bewohner zu warnen, wenn irgendwo ein Brand ausgebrochen war.

Nach einem kurzen Besuch im Steinmuseum, wo ein weiteres Rätsel gelöst wird, geht es ins Alte Zeughaus. Auch dort lösen die Kinder ein Rätsel und erfahren, dass die Kinder von früher nicht mit Play Mobils, sondern mit Zinnsoldaten gespielt hatten.

Ein letztes Museum, das auf der Entdeckungsreise besucht wird, ist das Kunstmuseum. Bevor dort allerdings gerätselt wird, gibts ein Zvieri. So gestärkt werden auch die letzten Rätsel noch gelöst. Zufrieden kehren alle gemeinsam zurück zum Tourist Center, dort wird das erfolgreiche Rätseln mit einem Sugus belohnt.

«Solothurn ist schön!» lautet der Lösungssatz – und nach diesem Abenteuer durch die Barockstadt kann man dem nur zustimmen.