Amthausplatz

Eine Hauptübung auch für Laien - organisiert von der Feuerwehr Solothurn

Die Fahrzeuge der Feuerwehr versetzten die Zuschauer in Staunen.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr versetzten die Zuschauer in Staunen.

Die Feuerwehr beeindruckt - gerade wenn man sie einmal von Nahem besichtigen kann. Kommandant Allemann ermöglichte dies mit seinem Kader an der diesjährigen Hauptübung auf dem Amthausplatz. Viele BewohnerInnen nahmen die Möglichkeit wahr.

Die Stützpunktfeuerwehr Solothurn weist einen Personalbestand von fast 90 Frauen und Männern auf, denen 16 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Die ältesten drei stammen aus den Jahren 1986 bis 1992, alle anderen aus dem 21. Jahrhundert. Wie die cis‘-gis‘-gestimmten Signalhörner das akustische, ist die mächtige Autodrehleiter das optische Wahrzeichen der Feuerwehr.

Eine imposante Flotte, die noch mehr beeindruckt, wenn man sie einmal von nahem besichtigen kann. Dies den interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern zu ermöglichen, organisierte Kommandant Martin Allemann mit seinem Kader die diesjährige Hauptübung auf dem Amthausplatz - und viele nahmen die Gelegenheit wahr.

Ihnen sprach Stadtpräsident Kurt Fluri wohl aus dem Herzen, als er sich bei allen Beteiligten «seiner» Feuerwehr bedankte und sagte: «Wir haben eine Feuerwehr zum Anfassen und wissen, dass wir auf sie vertrauen können. Solch gelungene Hauptübungen tragen viel zum Verständnis bei.»

Zeigen, was man hat und kann

Wichtig war den Feuerwehrangehörigen auch zu zeigen, was so alles in diese Fahrzeuge hineingepackt ist. Die Zuschauer kamen kaum aus dem Staunen, was es da alles an grossem und kleinem Gerät, an Werkzeugen und weiteren Hilfsmitteln gibt; deshalb bedarf es stetigen Übens, um im Einsatzfall alles schnell zu finden und sicher anzuwenden.

Es blieb nicht beim Demonstrieren durch die Feuerwehrangehörigen, vieles durften Wissbegierige auch selber ausprobieren. Wer hatte schon je ein Atemschutzgerät angeschnallt? Alle die Zuschauer, die das versuchten, wissen jetzt besser, was da im Einsatz unter zusätzlicher Erschwernis geleistet werden muss - man vergesse gerade hier Chemie- und Ölwehr nicht.

Oft ist zu hören, dass bei Personenrettungen Autos zuerst aufgeschnitten werden müssen, bevor Verletzte geborgen werden können. Einmal selber eine hydraulische Schere oder einen Spreizer bedienen, ihn an einem Schrottwagen einsetzen, das war ein neues Erlebnis für Gross und Klein.

Prunkstück Drehleiter

Beim Universallöschfahrzeug gab es die Gelegenheit, ein Strahlrohr in die Hand zu nehmen und auch Kleinlöschgeräte bis hin zur Löschdecke und zur oft belächelten, weil in ihrer Wirkung unterschätzen Eimerspritze kennen zu lernen.

Die Autodrehleiter ist das augenfälligste Fahrzeug der Feuerwehr. Diejenige der Stützpunktfeuerwehr Solothurn reicht mit ihrem fünfteiligen Leitersatz und abwinkelbarem Korbarm bis in eine Höhe von 32 Metern. Eindrücklich auch ihre zusätzliche Ausrüstung: ein Generator mit 14.0 kVA. ein Lüfter, die Mannschutzbrause am Korb mit 3 Düsen; Schwenkbare Krankentragenlagerung, aufsteckbare Flutlichtschweinwerfer; Halogenscheinwerfer, Streustrahler am Rettungskorb; ein automatisches Ferndiagnose-System und vieles mehr.

Nach Art der Feuerwehr getauft

Die griechische Sage erzählt von Aphrodite, der schaumgeborenen Göttin. Bei der Feuerwehr geht es irdischer zu: Da taucht ein neuer VW-Bus T5 aus einem Wasservorhang vor dem Bieltor auf - ein gelungener Taufakt eines Mannschafttransporters, der auch mit Schiebeleiter, Pulverlöscher und Beleuchtungsmitteln ausgestattet ist. Damit aber noch nicht genug: Das Fahrzeug - Auf- und Ausbau von HESS - enthielt zudem für vorerst einen Teil der Stadtsolothurner Feuerwehrleute neue Helme. Auch da ist die Entwicklung nicht stehen geblieben, mit ihnen kann die Sicherheit für die Trägerinnen und Träger weiter gesteigert werden.

Meistgesehen

Artboard 1