Seit 1999 unterstützt die Arbeitsgruppe Kongo des Brühlschulhauses ihre Partnerschule in Kamutanga, einer Ortschaft in der Demokratischen Republik Kongo und die Kooperative «Bidiep–Bidiep» (Schritt für Schritt), der auch das Dorf Kamutanga angehört. Wurden anfangs Infrastrukturprojekte durchgeführt, steht seit 2002 die Weiterbildung der Lehrkräfte im Vordergrund.

So bewilligte nun die Gemeinderatskommission (GRK) einen Beitrag an den Trägerverein Betu Abue in der Höhe von 20'000 Franken. Damit beläuft sich der dieses Jahr für Entwicklungshilfe und humanitäre Unterstützung eingesetzte Betrag auf 90'000 Franken.

Wie alles begann

Im Jahre 1998 bastelten die Kinder des Schulhauses Brühl Weihnachtsdekorationen. Mit dem Erlös sollten Pausenplatzgeräte angeschafft werden. Da tauchte eine Fotografie auf, die Kinder in einem leeren Raum auf Holzstämmen sitzend zeigt: der Schulraum von Kamutanga. Die Schüler entschieden, mit dem Verkaufserlös den Kindern in Kamutanga zu Schulbänken zu verhelfen, statt Spielgeräte zu kaufen. So wurde eine Schreinerei eingerichtet, damit dort Schulbänke hergestellt werden konnten und noch heute hergestellt werden.

Das war der Anfang der Zusammenarbeit der Schulen und auch der Anfang der Arbeitsgruppe Kongo. Diese will den Kontakt mit der Partnerschule pflegen, um den Schülern, aber auch den Lehrkräften im Brühl diese Schule näher zu bringen. Damit soll ein Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen und Religionen geleistet werden. Weiter will die AG bei der Bildung der Kinder und der Weiterbildung der Lehrkräfte in Kamutanga und Umgebung mithelfen. Das dazu nötige Geld wird mit jährlichen Aktionen durch die Schüler, durch öffentliche Unterstützung und durch Spendenaktionen gesammelt.

Der Verein Betu Abe wurde im Sommer 2009 gegründet und ist eng mit dem «Brühl» verbunden. Er ist verantwortlich für die Mithilfe beim Spendensammeln, für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Unterstützung der Schule bei ihren Kongoaktivitäten. Die Präsidentin des Vereins, Ursula Sinniger-Mangold, und die «Brühl»-Schulleiterin Jacqueline Kaser haben bei der Stadt ein Unterstützungsgesuch für die Aktivitäten im laufenden und kommenden Jahr eingereicht, das nun von der GRK bewilligt wurde.

Neben jährlich budgetierten 40'000 Franken für Hilfsprojekte in verschiedenen Regionen ist dies der zweite Nachtragskredit, den die GRK heuer bewilligte. Im April konnte der Caritas für deren Projekt «Syrien» ein einmaliger Beitrag von 30'000 Franken überwiesen werden. (EGS)