Nach den Theologiestudien in Rom war er als Seelsorger in Nigeria tätig. In Innsbruck absolvierte er vertiefende Studien in Moraltheologie, die er mit dem Doktorat – auf Deutsch – abschloss.

2008 kam Valentine Koledoye in die Schweiz nach Arbon/TG. Als «Weltenbummler» lernte er unterschiedliche Kulturen kennen. Dies hat ihn geprägt, und er sagt von sich selber: «Ich habe gelernt, dass die Menschen ganz unterschiedlich sind je nach Kultur, Mentalität und Tradition. Gott hat unsere Welt mit vielen verschiedenen Kulturen geschaffen.» Die Vielfältigkeit beeindrucke ihn, in allen Kulturen entdecke er Schönes und Erhabenes. «In meinem bisherigen Leben durfte ich meinen Horizont erweitern und ich bin offen für jede Kultur.»

Auf Anraten von Bischof Gmür

Auf Anraten des Bischofs von Basel, Felix Gmür, kam Valentine Koledoye nach Zuchwil. Bischof Gmür war die Pfarrei Zuchwil als multikulturelle Gemeinschaft bekannt. Er war der Meinung, Valentine Koledoye würde mit seinem Lebenshintergrund sehr gut in diese Pfarrei passen. Aufgrund der positiven Kontakte mit der Pfarrwahlkommission der Kirchgemeinde Zuchwil wurde dann die Anstellung Realität.

Sein Wirken in Zuchwil stellt der neue Pfarrer unter das Wort Jesu: «Gleich wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen» (Matthäus-Evangelium 20,28). Und zu seiner Aufgabe in der Pfarrei Zuchwil meint Koledoye: «Meine Aufgaben als Seelsorger sind vielfältig. An erster Stelle steht für mich die Verkündigung des Wortes Gottes.» In den Gottesdiensten, der Spendung der Sakramente und im Religionsunterricht will er weitergeben, was Jesus Christus uns gelehrt und vorgelebt habe. «Ich möchte auf dem aufbauen, was bisher in der Pfarreiarbeit von vielen Mitwirkenden geleistet wurde.»

Einsetzungsgottesdienst: Sonntag, 1. September, 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin, Zuchwil.