Die Organisation für das diesjährige Weihnachtsspiel «Die Schneekönigin» muss einen Draht zu Petrus haben. Denn während der Aufführung schneite es draussen vom Himmel hoch, und auch auf der Bühne in der ZKSK-Mehrzweckhalle leuchteten Schneeflocken und Schneegeister in phosphorizierendem Licht. Das zugrunde liegende Märchen «Die Schneekönigin» von Hans Christian Andersen ist sicher vielen Zuschauenden bekannt.

Das vierköpfige ZKSK-Regieteam schuf daraus eine Gestaltung mit poetischen Bildern. Wie alljährlich wurde im Publikum der Weihnachtsfeier bewundert, dass alle im ZKSK unterrichteten Kinder und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Befähigungen so selbstverständlich ins Spiel eingebunden waren.

Von Kobolden und Prinzen

Zwei jugendliche Erzähler im Hintergrund berichteten vom Freundespaar Gerda und Kai, deren Zuneigung plötzlich verloren ging. Durch herumtanzende Kobolde, die den Teufel im Leib hatten, zerbrach ein mitgebrachter Spiegel, und Kai wurde von dessen Splittern in Herz und Auge getroffen. Das hatte zur Folge, dass alles, was er zuvor als liebenswert empfunden hatte, für ihn plötzlich hässlich wurde. Darauf schien die Schneekönigin nur gewartet zu haben. Sie entführte den böse gewordenen Kai in ihrem Schlitten. Ratlos geworden, begann Gerda ihren Freund überall zu suchen. Sie wanderte durch die Jahreszeiten, um herauszufinden, wo er gefangen gehalten werde.

Fest für Augen und Ohren

Die mit viel Fantasie ausgeschmückten Szenen, in denen die Rolle der anfangs kleinen Gerda von immer grösseren Mädchen gespielt wurde, waren ein Fest für die Augen. Ohrenschmaus gab es vom ZKSK-Hausorchester, das dank der musikalischen Einfälle von Heilpädagoge Lee Bohnenblust mit feinsinnigen Motiven durchs gesamte Stück begleitete. Dazu kam der Schulchor aller Mitwirkenden, der mit seinen eingestreuten Liedern die Handlung deutete. Hoffnung und Liebe seien die grössten Hilfen auf dem Lebensweg, hiess es im Schlusslied sinngemäss.

Mut für einen unbekannten Weg

Institutionsleiterin Christine Bigolin dankte allen Beteiligten für das berührende Weihnachtsspiel. Dessen Inhalt, in dem die Protagonistin Gerda mit viel Mut einen unbekannten Weg zurücklegte, übertrug sie auf die in Schule und Therapie geleistete Arbeit, um gemeinsam Ziele zu erreichen und die individuellen Fähigkeiten der Kinder zu entfalten. Bigolin dankte für das grosse Vertrauen, das ZKSK-Verantwortlichen entgegengebracht werde.