Frauenverein Solothurn
Ein Unternehmen, das inzwischen viele Frauen auf Trab hält

Der Solothurnische Gemeinnützige Frauenverein SGF ist in den vergangenen Jahren zu einem kleinen Unternehmen herangewachsen, das 14 Vorstandsfrauen in Trab hält und in vielen öffentlichen Bereichen tätig ist.

Katharina Arni-Howald
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Das Schaufenster der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins in Solothurn, wie es zur Fasnacht daher kam. (Archiv)

Das Schaufenster der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins in Solothurn, wie es zur Fasnacht daher kam. (Archiv)

Andreas Kaufmann

Das bestätigte der 600 Mitglieder zählende Verein an der Generalversammlung im Haus Hirschen. Das Haus ist seit vielen Jahren im Besitz des Vereins und wird rege für die eigenen Bedürfnisse, aber auch von externen Interessierten genutzt.

Viele Angebote

Dazu betreibt der SGF unter anderem eine Schülerverpflegung in der Kantine der Kantonsschule und eine Cafeteria an der gewerblich-industriellen Berufsschule. Der Verpflegungsbetrieb an der Pädagogischen Fachhochschule wurde nach etwas mehr als einem Jahr aufgegeben, da unterschiedliche Ferienzeiten gegenüber den zwei anderen Verpflegungsbetrieben wenig Spielraum für wichtige Synergien boten.

Zu den weiteren Angeboten gehören ein Seniorentreff, ein Mittagstisch für Kinder und Jugendliche, eine Haushilfe und Hauspflege sowie eine gut besuchte Fundgrube, die 2015 über 24 000 Franken Reinertrag abwarf. Von den 2810 Franken, die am Märetfest eingenommen wurden, profitierten die Pfadfinder.

Wie ferner zu erfahren war, erfreute sich im vergangenen Jahr auch der alle vierzehn Tage stattfindende Hirschen-Treff grosser Beliebtheit und wurde durchschnittlich von 20 bis 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Angewachsen ist auch der jeweils am ersten Montag des Monats stattfindende Lesekreis. Von den auch im vergangenen Dezember verschickten Weihnachtspaketen profitierten wie üblich Familien und Alleinstehende. Breitgefächert ist auch das diesjährige Jahresprogramm, das unter anderem einen Besuch im Museum Haarundkamm in Mümliswil und eine Führung durch die Sammlung der Ausstellung «Ballyana» in Schönenwerd vorsieht.

1,8 Mio. Franken Umsatz

Was die Herausgabe einer schriftlichen Jahresrechnung betrifft, liess Vereinspräsidentin Edith Ursprung verlauten: «Es ist seit Jahren nicht üblich, die Zahlen schriftlich abzugeben. Ohne eingehende Diskussion im Vorstand kann ich zu dieser Angelegenheit keine weiteren Angaben machen.» Immerhin war zu erfahren, dass der Verein einen Verlust von 8726 Franken schreibt. Die Personalkosten belaufen sich auf rund 855 000 Franken und stellen somit mit 46,5 Prozent den grössten Posten in der Rechnung dar. Bei 1,814 Millionen Franken Umsatz generierte die Kanti den grössten Aufwand. Es folgten mit 23 Prozent die Haushilfe und mit 9 Prozent die Cafeteria.

Als Beisitzerin neu in den Vorstand gewählt wurde Denise Fluri (Solothurn).

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