«Das ist ein Traumexemplar», schwärmt Stefan Bader. Der 1,3 Meter grosse Hecht wurde am Donnerstagabend aus der Aare bei Selzach gezogen.

Die Freude bei Fischer Oli Allemann aus Feldbrunnen ist ebenso gross. Er war am Donnerstag mit Kollegen auf der Aare unterwegs und merkte sofort, dass da ein grosser Fisch an der Angel zappelte. «So einen Fisch hatte ich vorher noch nie dran», so der 25-Jährige.

Wieso hat er den Hecht nicht behalten? «Meine Küche ist einfach etwas zu klein», schmunzelt er.

Mit dem Restaurant Zum Alten Stephan hatte Oli Allemann schon früher Kontakt. Schon letzte Woche bot er der Küche einen 1-Meter-Wels an. Weil aber zwei Tage geschlossen war, konnten sie dort den Fisch nicht verarbeiten.

Jetzt hat es aber geklappt. Für einen «symbolischen Betrag» hat Allemann den Riesen-Hecht ans Restaurant verkauft. «Fischen ist mein Hobby, damit will ich nicht Geld verdienen», sagt er.

Hecht wird frittiert

Am Donnerstag gegen 18 Uhr hat er im Restaurant «Zum Alten Stephan» angerufen und von seinem Fang berichtet. Der Küchenchef hat gleich zugeschlagen. «So etwas hat man leider nicht alle Tage. Für uns Köche ist etwas vom Schönsten, Fische so fangfrisch zu verarbeiten», meint Stefan Bader.

Das haben die Köche am Freitagmorgen gleich getan. 10,8 Kilogramm wog der Fisch, etwa die Hälfte davon kommt am Mittag auf die Teller. 4 bis 5 Kilogramm sind Abfall.

Für 21 Franken gibts frittierten Hecht aus der Aare, Berner Pommes-Frites, Tartar-Sauce, Salat – und ein Amuse-bouche. (ldu)